Gedanken.Gut

Ich habe wieder ein Leben

Mai 11th, 2008

Nachdem ich gestern erfrischend nichts gemacht habe – also wirklich NICHTS -, kehre ich heute in die Welt der medialen Kommunikation zurück. Messer in Hennen ist über die Bühne gegangen und das Volk ist nicht nach vorne gestürmt, um uns zu lynchen oder das Bühnenbild zu verbrennen – erst einmal ein gutes Zeichen. Nach der Premiere gab es gemischte Ressonanzen, in ein paar Tagen wissen wir dann auch, was die Presse meint.

Doch da ich davon erst später ausführlich berichten kann, widme ich mich im Rückblick doch mal dem, was ich tatsächlich am Premierentag gemacht habe: Nachdem ich ein wenig meine Wohnung aufgeräumt habe, bin ich am späten Vormittag mit Steffi einkaufen gefahren. Die nächsten Stunden haben wir dann damit verbracht, uns im Innenhof des Theaters zu sonnen (Kommentar von Jan Kämmerer: “Ihr habt wohl wirklich kein Zuhause, wie?”) und für den Abend Kartoffelsalat zu machen. Unser erster Kartoffelsalat, dafür ist er wirklich gut gelungen. Es hatte dann auch jeder, der vorbei kam, Tipps für uns, so dass man zurecht sagen kann: Dieser Kartoffelsalat ist das Rezeptdestillat des Theater Oberhausens.

Später habe ich versucht, mein Premierengeschenk fertig zu bekommen – ein Soundtrack für das Stück. Da Technik aber generell eine Schlampe ist und mein Computer andere Pläne hatte als ich, sind nicht alls CDs im Vorfeld fertig geworden.

Nach der Premiere wurde dann natürlich – wie angekündigt – gefeiert. Der letzte Rest hat sich später ins Helvete verlagert. Dort haben wir, bis hinter uns abgeschlossen wurde, Billard gespielt. Und war ich das letzte Mal noch überrascht, wie gut ich Billard spielen kann, bin ich jetzt wieder beruhigt, dass ich es doch nicht kann. Den Beweis dafür habe ich jedenfalls erbracht.

Jetzt wartet auf mich eine große Liste der Dinge, die ich alle auf die Zeit nach der Premiere vertröstet habe. Neben lästigen Angelegenheiten wie die Steuererklärung, schönen wie den lange ausstehenden Besuch bei Muttern und ertragreichen wie Schreibaufträgen für das Fantasy-Rollenspiel Das Schwarze Auge wartet da vor allem eines auf mich: Packen! Denn das nächste Großprojekt des Herrn Masberg nennt sich Umzug.

Ich habe also wieder ein Leben – und nicht weniger zu tun.

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