Gedanken.Gut

Gehässigkeit oder Geltungssucht? Dies sind nur vermutete Motive, für mich aber die wahrscheinlichsten und vermutlich in einer guten Mischung vorhanden: Am letzten Wochenende haben die ehemaligen Redakteure Katharina Pietsch (freiwillig gegangen), Tyll Zybura (freiwillig gegangen) und Mark Wachholz (Zusammenarbeit aufgekündigt) ihre “Schatzkiste” (gerne auch: Mottenkiste) im Wolkenturm geöffnet und nun inoffizielles Material zugänglich gemacht, das nach ihrem Weggang nicht mehr veröffentlicht wird. Und ich – ich bin köstlich amüsiert und sehr dankbar!

Denn jetzt weiß ich mehr noch als ich es vorher vermutet habe, wohin die drei unser liebstes Hobby hin entwickeln wollten – und habe selige Gewissheit, dass es so nicht kommen wird. Von Rang und Namen – in dieser Form erst recht nicht! – nicht zu publizieren, ist eine der weisesten Entscheidungen, die Redaktion und Verlag in den letzten Jahren getroffen haben. Denn davon hätte sich das Spiel lange nicht mehr erholz.

Was wurde denn veröffentlicht? Die Beschreibungen mehrerer Meisterpersonen, wie sie in Von Rang und Namen erscheinen sollten, jeweils ergänzt um eine Designer’s Note (*hüstel*). Das ist alles sauber recherchiert, bringt aber die grundsätzliche Frage auf den Punkt: Wieso benötige ich bis zu einem Dutzend DIN A4-Seiten, um eine Meisterperson verstehen zu sollen und vernünftig benutzen zu können? Wenn eine Figuren-Beschreibung es in 500-1.000 Zeichen (gerne um ein paar zusätzliche, knappe biographische Daten ergänzt) nicht schafft, mir die Meisterperson greifbar zu machen, hat die Beschreibung versagt. Mark – der Hauptinitiator hinter dem Projekt – liefert uns keine griffigen Meisterpersonen-Beschreibungen, sondern Figuren-Treatments. DSA sollte kein Spiel mehr sein, sondern eine Soap! Übrigens mit einem sehr hohen und geradezu lächerlichen Kitschfaktor, wie manche Designer’s Note (*räusper*) beweist.

Mark – für manchen der “Führer der revolutionären Fanmassen”, der zeigt, dass die Zukunft DSAs “in anderen Medien” liegt (schade, ich hatte gehofft, es bleibt vorrangig ein Gesellschaftsspiel) – ist nach eigenen Angaben Drehbuchautor in Berlin. (Das ist in Berlin übrigens jeder Zweite. Die andere Hälfte ist Schauspieler. Und alle anderen machen was mit Medien.) Er denkt in einer dramatischen Struktur, was ich für sich genommen sympathisch finde, nur leider in die falsche Richtung. Schon seine ehemaligen, recht bescheidenen Tätigkeiten für DSA (weniger Abenteuer, mehr Geschichtsfortschreibung im Aventurischen Boten, denn dort kann man Heldenbeteiligung vermeiden – Stichwort: Bjaldorn) zeigen mir, dass er als Autor einer fortlaufenden Soap besser aufgehoben ist. Das ist legitim und soll weder sein Handwerk noch das Soap-Format abwerten.

Nur irgendwie scheint Das Schwarze Auge für Mark ein solcher Lebensinhalt zu sein, dass er es nicht verwunden hat, dass Verlag und Redaktion die freie(!) Zusammenarbeit mit ihm aufgekündigt haben und zukünftig auf seine Beiträge verzichten wollten. Anders kann man ich mir das peridoisch wiederkehrende Nachtreten nicht erklären. Es gibt doch so viele Dinge, über die man sich definieren kann, es muss nicht DSA alleine sein!

Aber Mark wollte der Macher und Bestimmer sein, der mit wenigen Verbündeten die Richtung vorgibt. Als Freund schlanker Strukturen begrüße ich es, dass es im Verlag mittlerweile wenige Bestimmer gibt — aber die Richtung ist eine andere, als Mark vorschwebte, und vor allem gibt es viel mehr Macher.  Weil man auch etwas machen kann. Die aktuelle Phase ist die produktivste, die ich in all den Jahren erlebt habe, seit ich für DSA schreibe.

Wäre das mit Von Rang und Namen anders gewesen? Ja, ich denke schon. Mark hat das Unwort ‘Metaplot’ so salonfähig gemacht, dass man meint, dies wäre das einzige Fundament, auf dem eine Spielwelt steht (anstelle von Spielspaß). Von Rang und Namen hätte, wie die publizierten Designer’s Notes (*kratz*) exemplarisch beweisen, um die 60 Mini-Metaplots aufgemacht – so viele Figuren sollte der Band umfassen. Die Agenda Wachholz — für mehr Kitsch in Aventurien. Schließlich haben wir schon Galotta zur Langeweile durchpseudopsychologisiert, warum nicht auch anderen Figuren ihre Faszination nehmen? Mit etwas Seife flutscht so ein Plot nun einmal auch viel besser! Und wenn man den Plot nur eng genug vordefiniert, vermeidet man vortrefflich, dass vielleicht nachrückende Jungautoren – wie man einst selbst – mit besseren Ideen kommen.

Aber es ist ja zum Glück alles inoffiziell und deswegen können wir alle herzlich darüber lachen, dass der große Helme Haffax von einer dahergelaufenen Schwarzamazone (mal eben ein wenig die eingene Figur geputscht, Frau Pietsch?) überrumpelt werden sollte, um dann im Kreise all seiner alten Freunde und Feinde auf dem Sterbebett den Papst, pardon, Lichtboten um Absolution zu bitten. Und wir alle können mit der Gewissheit schlafen gehen, dass es so garantiert nicht kommen wird. Aber das kann man dann ja in Schattenlande nachlesen.

Zurück an den Anfang: Geltungssucht? Sicherlich. “Seht, so hätten wir es gemacht.” Seltsam nur, dass Katharina und Tyll das nötig haben, denn sie hätten es so machen können, nur wollten sie plötzlich nicht mehr und haben alles niedergelegt. Gehässigkeit? Wahrscheinlich. Warum sonst die Veröffentlichung jetzt, wo es einen nahen Publikationstermin für Schattenlande gibt? Der Zeitpunkt ist taktisch gewählt, man hätte es auch viel früher machen können – oder viel später.  Der kritische Fan hätte es dennoch miteinander vergleichen können. Aber man macht es lieber knapp vorher. Dies ist wiederum ist in seiner Motivation so offensichtlich, dass es ebenfalls erheiternd ist.

Ich muss allerdings gesetehen, dass ich persönlich von Tyll enttäuscht bin. Ich habe ihn in den letzten Monaten immer gelobt, wie professionell und uneitel er die Projektübergabe durchgeführt hat, so dass Daniel problemlos die Nachfolge als Bandredakteur antreten konnte und wir Autoren – die die gleichen geblieben sind, nur um ein paar tolle Menschen ergänzt – beruhigt unsere Arbeit fortsetzen konnten. Es bleibt mir ein Rätsel, warum er jetzt ein solches Manöver nötig hat. Das ist irgendwie schlechter Stil und gerade den habe ich Tyll nicht zutrauen wollen.

Immerhin bleibt das inoffizielle Material als biographische Recherche sinnvoll und wird sicherlich bald im Wiki eingearbeitet. Der Rest darf sich mit dem messen, was tatsächlich kommen wird. Es stand immer schon jeder Spielrunde frei, vom offiziellen Aventurien abzuweichen, das ohnehin nur eine Option ist, sein Spiel zu spielen. Geht ja schließlich um Spaß, und darunter versteht jeder etwas anderes.

Es wird übrigens einen DSA-Film geben. Kein Witz! Ich habe auch schon aufrichtige Angst davor, weil ich glaube, dass so etwas nicht gutgehen kann. Allerdings schreibt Mark Wachholz am Drehbuch mit. Ist auch eher sein Metier. Und vielleicht ist der Film bei Erfolg auch Grundlage für eine Vorabendserie: Gute Zeiten, Dunkle Zeiten.

66 Einträge to “DSA ist keine Soap! Und das freut mich außerordentlich!”

  1. Marakain

    Eine sehr treffende Beschreibung der Aktion und ich würde mir wünschen das sie möglichst viele “DSA´ler” lesen würden und mal über die ein oder andere Reaktion auf jüngste oder auch schon ein paar Monate zurückliegende Veränderungen nachdenken würden.

  2. Twister23

    Was soll ich zu dem Blogeintrag sagen, außer das ich meine Einschätzungen und Gefühle zu der Aktion hier gut wiedergegeben finde.

    Wobei ich mich schon auf Gute Zeiten, Dunkle Zeiten freue

  3. Robak

    Mjamjamjam. Was einem hier aber Unterhaltung geboten wird. Fast wie Schlammcatchen.

    Aber ist es denn ein so viel besserer Stil Tyll erst mal niedere Beweggründe zu unterstellen?
    Was ist wenn er einfach nur keine Lust hatte Arbeit im Nichts zu versenken?

    Robak

  4. zornbold

    Hi Michael,

    danke für den Beitrag, du sprichst hier ganz sicher nicht nur mir aus der Seele, weiter so! :)

    LG,
    Oli

  5. Feyamius

    Die peinlichste Soap ist immer noch das hier.

    Sorry, aber nee.

  6. Michael Masberg

    Werter Robak!

    Wäre es ihm nur um den Erhalt seiner Arbeit gegangen – die Tyll schließlich bei SCHATTENLANDE hätte fortsetzen können -, hätte er sie besser zu einem anderen Zeitpunkt veröffentlichen können, ohne dass es einen etwas seltsamen Beigeschmack bekommen hätte. Es aber JETZT zu machen, ist durchsichtig.

    Sonnige Grüße!
    Michael

  7. Whyme

    Danke.

    LG
    Whyme

  8. Liomara

    Hi Masi,

    feiner Beitrag und eine Interpretation der Vorgänge, die ich als sehr naheliegend empfinde. Danke für das Gegengewicht.

    Erlesenen Gruß,
    Katja

  9. Beorn

    Sehr geehrter Herr Masberg,

    ich hatte immer eine hohe Meinung von ihrem Potential für die Arbeit am Schwarzen Auge, trotz vieler Kritiker der letzten Werke, aber dieser Kommentar disqualifiziert Sie vollständig in meinen Augen und ist nicht einmal Wert im einzelnen kommentiert zu werden. Ein wenig mehr Selbstreflektion schadet selbst als Regisseur nicht – oder einfach Kopf an bevor man spricht/schreibt.

  10. Jochen

    Guten Tag Herr Masberg,

    bis zum heutigen Tage hatte ich eine Recht hohe Meinung von Ihnen. Insbesondere Ihre Anmerkungen im Alveran Forum habe ich immer gerne gelesen und empfand diese Kommentare immer als sehr ergiebig und die Diskussion bereichernd. Leider haben Sie sich mit diesem Kommentar ziemlich weit in den Keller begeben. Ich möchte dafür ein Beispiel herausgreifen (stellvertretend für andere Stellen in ihrem Pamphlet).

    “[...], dass der große Helme Haffax von einer dahergelaufenen Schwarzamazone [...] überrumpelt werden sollte, um dann im Kreise all seiner alten Freunde und Feinde auf dem Sterbebett den Papst, pardon, Lichtboten um Absolution zu bitten. Und wir alle können mit der Gewissheit schlafen gehen, dass es so garantiert nicht kommen wird.”

    Sie wollen über diese Stelle lachen. Wenn dies so wäre dann würden Sie eigentlich mehr aus dem Lachen herauskommen. Unabhängig, ob es jetzt schlecht oder gut ist… es gibt mannigfaltige Beispiele in der aktuellen DSA Historie, die lachhafter sind (besonders in der Drachenchronik oder eben dem Jahr des Feuers). Lassen Sie es mich so zusammenfassen, es kommt nicht auf die Idee an sondern auf die Umsetzung. Und an dieser (sorgfältigen und überlegten) Umsetzung mangelt es in den letzten Jahren. Das Sie hier eine Idee so herunterbürsten sagt mir persönlich viel, ich mag da für mich persönlich auch den Umgangston unter den Redakteuren ableiten. Wenn Sie alle zusammen so miteinander arbeiten, kann es nichts werden.

    Versuchen Sie da nächste Mal bitte ein wenig sachlicher zu argumentieren.

    Vielen Dank für ihre Meinung

    Jochen

  11. Backalive

    Hallo,

    also das mit dem Zeitpunkt sehe ich nicht so eng. Aber wahrscheinlich kommt hier Insiderwissen zutage. ‘Schattenlande’. Gut, darüber hat man gelesen und auch irgendwann einmal mitbekommen, daß es einen Erscheinungstermin gibt. Aber ehrlich gesagt, wenn mich jetzt einer fragen würde, wann es denn nun erscheint, müßte ich unwissend mit den Schultern zucken.

    Ich schätze die Arbeiten von Tyll Zybura, und auch die von Katharina Pietsch, habe ich ihre inoffiziellen Spielhilfen doch schon genutzt, als sie noch nicht offiziell zur DSA-Redaktion zählten.

    Daher finde ich es gut, daß sie Material, daß keine Verwendung mehr fand, allen Interessierten zur Verfügung stellten. Das die Veröffentlichung in den Augen von Insidern evtl. zu einer Unzeit kam kann ich nicht nachempfinden.

    Was den Meisterpersonenband anbelangt, stand dieser nie im Zentrum meines Interesses. Hätte es ihn gegeben: gut. Das er nicht erschien ist für mich auch nicht tragisch.
    Das mag auch daran liegen, daß wir mit unserer Gruppe zu einem gewissen Teil schon nicht mehr dem offiziellen Aventurien und somit dem ‘Metaplot’ folgen.
    Gerade dieser Metaplot ist es, der mir am wenigsten gefällt an Aventurien und die Entscheidung habe ich begrüßt, dessen Wertigkeit nicht mehr so extrem in den Vordergrund zu rücken. In meinen Augen ist Aventurien dadurch wieder ein Stück spielbarer und für Spielleiter formbarer geworden.

    Viele Grüße
    Backalive

  12. Yanthar

    Michaels Eintrag spiegelt auch meinen Eindruck wieder. Was Zybura und Pietsch im “Wolkenturm” tun, ist nichts anderes, als ein beleidigtes Ego pflegen.

  13. Marakain

    @Beorn
    Im einzelen ist sie es nicht wert aber generell kann man mal kurz “kommentieren” oder wie? Eine sehr merkwürdige Argumentationskette wenn man mich fragt

    @Jochen
    > Unabhängig, ob es jetzt schlecht oder gut ist… es gibt mannigfaltige Beispiele in der aktuellen
    > DSA Historie, die lachhafter sind (besonders in der Drachenchronik oder eben dem Jahr des
    > Feuers).

    Na da wäre es aber besser gewesen wenn man dieser Behauptung ein paar Beweisstellen anfügt, ähnlich wie es Masberg konkret gemacht hat. Ist aber wohl das übliche zu sagen: “Ja gut meins war schlecht aber deins war auch doof!”

    > Lassen Sie es mich so zusammenfassen, es kommt nicht auf die Idee an sondern auf
    > die Umsetzung. Und an dieser (sorgfältigen und überlegten) Umsetzung mangelt es in den
    > letzten Jahren.

    Na wie kann das denn wo doch “…in den letzten Jahren…” noch alle jetzt so arg vermisste Heilsbringer noch an Bord waren???

  14. Fieser Meister

    An dem Material gibt es dies oder das zu kritisieren. Mir hat es gut gefallen, anderen weniger. Da es sich um kostenloses Material handelt, das offensichtlich einen Planungsstand wiedergibt, sind Unschärfen und manch schiefer Erzählstrang in Ordnung. Es ist eine “Schatzkiste” (= Wühlkiste) und keine Spielhilfe.
    Daß Du jetzt hier so gegentrittst, erweckt leider den Eindruck eines freien Mitarbeiters, der auch in Zukunft für Ulisses arbeiten will und deshalb seine Loyalität beweist. Hättest Du Dich auf sachliche Kritik beschränkt: wunderbar, das brauchen wir. Aber folgende Punkte mögen Dir vielleicht zeigen, wie sehr Du über dieses Maß hinausgegangen bist:

    > Mehrfach betonst Du, wie erheitert und belustigt Du doch bist. Dies soll offenbar unterstreichen, daß die Vorschläge und Ausarbeitungen vom Wolkenturm nicht ernst zu nehmen seien. Solche Andeutungen sind unsachlich und ganz schlechter Argumentationsstil.

    > “Wieso benötige ich bis zu einem Dutzend DIN A4-Seiten, um eine Meisterperson verstehen zu sollen und vernünftig benutzen zu können? Wenn eine Figuren-Beschreibung es in 500-1.000 Zeichen (gerne um ein paar zusätzliche, knappe biographische Daten ergänzt) nicht schafft, mir die Meisterperson greifbar zu machen, hat die Beschreibung versagt.”
    Gegenfrage: Wieso verteilst Du Deine unzähligen NSC-Beschreibungen in „Der Lilienthron“ über das ganze Heft und gönnst wichtigen Meisterpersonen kaum mehr Platz als irgendwelchen mediokren Informanten? Es ist halt ein Stilunterschied und eine Geschmacksfrage. Der eine Meister kann mit langen, hintergrundgesättigten Beschreibungen mehr anfangen; der andere braucht knappe Steckbriefe für den schnellen Zugriff.

    > „der zeigt, dass die Zukunft DSAs “in anderen Medien” liegt (schade, ich hatte gehofft, es bleibt vorrangig ein Gesellschaftsspiel)“ – das ist so grob unsachlich, daß ich das wohl kaum mehr erklären muß, oder?

    > „ ist nach eigenen Angaben Drehbuchautor in Berlin. (Das ist in Berlin übrigens jeder Zweite. Die andere Hälfte ist Schauspieler. Und alle anderen machen was mit Medien.)“ – Wenn ich diese Bemerkung anders interpretieren könnte als „Mark ist meiner Meinung nach ein arbeitsloser Wichtigtuer“, dann sage es mir bitte. So erscheint es als bloße Beleidigung. Soviel zum Thema „DSA ist keine Soap“…Du hast Dich hiermit aber ganz kräftig an der Seifenoper beteiligt.

    > „Es gibt doch so viele Dinge, über die man sich definieren kann, es muss nicht DSA alleine sein!“ – Auf diesen hämischen Kommentar kann ich nur fragen, was Du tun würdest, wenn Dir mitten in der Planungsphase für ein wichtiges, über lange Zeit hinweg bearbeitetes Projekt am Telephon mitgeteilt würde, daß man mit Dir in Zukunft nicht mehr zusammenarbeiten wolle? Zurücklehnen und sagen: „Ach, das war doch nur eine harmlose Freizeitbeschäftigung, dann werfe ich halt alle meine Entwürfe und Ausarbeitungen in die Tonne und treibe dafür mehr Sport.“?

    > „um dann im Kreise all seiner alten Freunde und Feinde auf dem Sterbebett den Papst, pardon, Lichtboten um Absolution zu bitten.“ – Erscheint mir angesichts von Haffaxens Vorgeschichte plausibler als „Ich will euch alle vernichten und der Herrscher der Welt werden!“. Aber das ist wohl auch Geschmackssache. „Lächerlich“ ist es ganz sicher nicht.

    > „dass man meint, dies wäre das einzige Fundament, auf dem eine Spielwelt steht (anstelle von Spielspaß)“ – Meine Gruppe hat im Spiel eng am Metaplot den meisten Spielspaß. Wer das nicht mag, kann dieses Element jederzeit weglassen oder begrenzen. Vor allem bei regional begrenzten Plots geht das ohne Probleme. Einen eigenen Metaplot aus dem Boden stampfen und dann halbwegs widerspruchsfrei zu offiziellen Publikationen zu bleiben wird dagegen recht schwierig.

    > „Geltungssucht? Sicherlich.“ – Warum hast Du Deinen Eintrag denn geschrieben?

    > „Seltsam nur, dass Katharina und Tyll das nötig haben, denn sie hätten es so machen können, nur wollten sie plötzlich nicht mehr und haben alles niedergelegt.“ – Das ist ganz offensichtlicher Blödsinn. Verkaufe Deine Leser bitte nicht für dumm. Sie haben ihre Tätigkeit beendet, WEIL sie nicht mehr konnten. Ulisses hatte dem Konzept „starker Metaplot“ eine Absage erteilt.

    > „Gehässigkeit? Wahrscheinlich.“ – Persönliche Angriffe und (versteckte) Beleidigungen kommen hier nur von einem…

    > „Der Zeitpunkt ist taktisch gewählt, man hätte es auch viel früher machen können – oder viel später.“
    Bei einer früheren Veröffentlichung hätte es erst recht als Nachtreten gegolten. Und bei einer Veröffentlichung nach Erscheinen der Spielhilfe hättest Du Tyll vermutlich vorgeworfen, er wolle nur zeigen, was er alles besser gemacht hätte, eventuelle Kritik an dem erschienenen Band anheizen wollen und im Übrigen hätte er doch alles vorher veröffentlichen können. Ich vermute eher, daß Du mit der rabiaten Reaktion auf die „Schatzkiste“ Kritik an der noch nicht erschienenen Spielhilfe von vornherein diskreditieren willst. Es sagt sich leicht: „Das sind doch bloß die Mäkeleien der beleidigten Wachholz & Co.!“ Und diese Motivation ist so offensichtlich, daß es wiederum erheiternd ist (wo habe ich das schon einmal gehört…?)

  15. Jochen

    Hallo Marakain,

    ich habe hier nicht mannigfaltige Beispiele angefügt um nicht mein Kommentar unnötig in die Länge zu ziehen und redundante Information zu geben, die mit der Sachlage nicht zu tun haben. Die Unstimmigkeiten im JdF und der DC wurden an gegeben stellen ausgiebig diskutiert und besprochen. Ich bitte dich dir die passenden Threads auf http://www.dsa4.de oder ähnlichen Seiten durchzuschauen.

    Überdies geht es mir in meinem Kommentar nicht um die lachhafte (um den Begriff mal überzustrapazieren) Auseinandersetzung von Redakteuren. Wenn _Ideen_ als lachhaft abgetan werden und man über diese so herzieht sehe ich es als bedenklich an. Das die Umsetzung ein generelles Problem ist möchte ich meinen, das hat auch nichts mit den Personen im Wolkenturm und ihrem (wahrscheinlich) gekränkten Ego zu tun. Daran krankt DSA schon seid Jahren. Mit oder ohne den entsprechenden Autoren.

    Mich stört der Umgang untereinander (so wie ich es aus Herrn Masbergs Statement herauslesen kann) und das wollte ich im besonderen mit meinem Kommentar ausdrücken.

    Beste Grüße

    Jochen

  16. Tyrandiel

    Nach dem Artikel kann ich zusammefassend sagen: mir gehen gerade, die Worte Wein, Wasser und Predigt duch den Kopf, …….
    und weiters, …. Mark, Katharina und Tyll sollten dankbar sein, dich als Kollegen gehabt zu haben, denn mit Früchtchen wie dir in einem Team fällt der Abschied doch gleich viel leichter, …..

  17. Morgul

    Lieber Michael Masberg,

    ich lese schon länger in deinem Blog mit und fand diesen bisher immer sachlich und informativ. Auch wenn ich nicht alle Meinungen teilte fühlte ich mich gut unterhalten und schob wenige Auswüchse ins Ironische, was ich auch zu schätzen weiß.

    Wenn ich deine Fotos betrachte meine ich dich auf einer zurückliegenden Rat Con auch einmal in einem Wolkenturm T-Shirt gesehen zu haben und du hast das Teestübchen mit Inhalt und Kritik bereichert (Sollte das nicht so sein liegt eine Verwechslung vor).

    Gleichwohl du für letzte Publikationen auch ein wenig Prügel einstecken musstest sah ich dich als sehr kreativen Macher, der du wohl auch immer noch bist, den das Spiel gut gebrauchen kann.

    Leider ist Genie dann auch wieder nahe am Wahnsinn, denn dieser Auftritt hier, wenn nicht völlig ironisch, ist absolut unprofessionell. Ich muss es leider so sagen, aber du trittst hier übelst nach und das gerade bei den Leuten die dir vielleicht auch was für dein DSA gebracht haben. Ich kenn die hier Beleidigten persönlich (bin deshalb bestimmt nicht unparteiisch) und weiß wieviel Fanarbeit Sie in DSA gesteckt haben, bis auch nur ein Wort veröffentlicht wurde.
    Gerade deine Vita für DSA mit Wettbewerbsabenteuern u.a. beim Gänsekiel und Tastenschlag zeigt doch, dass du evtl. ohne das Engagement dieser Leute gar nicht für DSA offiziell schreiben würdest.

    Und selbst wenn deine “Kritik” berechtigt ist, verstehe ich nicht warum du das nicht mit den Betroffenen persönlich klärst, du hast ja zumindest ihre Kontaktdaten. Auch wenn das sicher keinen Einfluss auf deine Leistungen als Autor hat, hast du menschlich an Achtung bei mir verloren.

  18. Schlammschlacht der DSA-Autoren | Arkanil

    [...] als ich den neuen Beitrag im Blog von Michael Masberg gelesen habe. Unter der Überschrift “DSA ist keine Soap” finden sich gleich reihenweise ganz herrliche [...]

  19. Michael Masberg

    Hola!

    Natürlich ist mein Beitrag mit ironischem Unterton geschrieben. Und garantiert ist er nicht unreflektiert entstanden – es sind verfestigte Gedanken, die nicht erst in den letzten Tagen entstanden sind, sondern sich über einen längeren Zeitraum entwickelt haben und durch die jüngste Entwicklung bestätigt wurden. Aber ich bin lange darüber hinweg, mich über so etwas zu ärgern und mir den Tag vermiesen zu lassen. Angesichts der absurden Ausmaße wäre das auch wirklich seltsam. Aber wundern muss ich mich schon.

    >Auf diesen hämischen Kommentar kann ich nur fragen, was Du tun würdest, wenn Dir mitten in der Planungsphase für ein wichtiges, über lange Zeit hinweg bearbeitetes Projekt am Telephon mitgeteilt würde, daß man mit Dir in Zukunft nicht mehr zusammenarbeiten wolle? Zurücklehnen und sagen: „Ach, das war doch nur eine harmlose Freizeitbeschäftigung, dann werfe ich halt alle meine Entwürfe und Ausarbeitungen in die Tonne und treibe dafür mehr Sport.“?

    Ja. Sport ist eine gute Möglichkeit, sich abzureagieren und auf das Wesentliche zu konzentrieren. Aber im Ernst: Zu einem kreativen Beruf gehört es, zu akzeptieren, dass man mit seinen Konzepten und Ideen scheitert, auch wenn man schon viel Zeit und Kraft darauf verwendet hat. Darüber ärgert man sich im Kreise seiner Liebsten, lässt sich aufbauen und sucht sich dann etwas Neues. Wahrscheinlich macht man irgendwann sogar Witze darüber.

    Davon ab bin ich sowieso erklärter Skeptiker, dass die Aufkündigung einer langjährigen Zusammenarbeit keine Vorgeschichte hat. Aber das nur am Rande. :-)

    >Erscheint mir angesichts von Haffaxens Vorgeschichte plausibler als „Ich will euch alle vernichten und der Herrscher der Welt werden!“

    Wer sagt, dass dies der Gegenentwurf ist? ;-)

    >Warum hast Du Deinen Eintrag denn geschrieben?

    Jeder mit einem Blog will Bestätigung. Ich habe diesen Eintrag geschrieben, um meine Meinung kundzutun, dass ich die Dinge anders sehe.

    @Morgul:
    Ja, das war ich. :-) Wie ich schrieb, hatte ich bis zuletzt auch immer eine sehr hohe Meinung von Tyll. Auch wenn wir häufig gegenteiligter Meinung gewesen sind – mit ihm konnte man zu einer konstruktiven Lösung kommen, bei der beide Seiten gewonnen haben. Um Ostern herum hat dieses Bild aber Risse bekommen.

    Zum Material:
    Es ist sauber recherchiert und eine gute Quellgrundlage. Benötige ich es in dieser Ausführlichkeit publiziert? Nein. Das es jetzt ohnehin sicherlich der Wiki übernehmen wird, um seine ohnehin gut geführte Datenbank noch etwas aufputzen zu können, freut mich. Den Umfang erachte ich dennoch im Rahmen einer angedachten Publikation für über das Ziel hinausgeschossen. Dabei bleibe ich: Solche Treatments drücke ich einem Seriendarsteller für seine Figur in die Hand, aber keinem Spielleiter. Und ja: Die Richtung, in die die Figuren entwickelt werden sollten, lässt mich erleichtert aufatmen, dass es anders kommen wird.

    Ich finde es durchaus legitim, die Konzepte später zu vergleichen – auch wenn die Veröffentlichung in jedem Fall einen komischen Beigeschmack hat (siehe oben und unten: Niederlagen akzeptieren). Wäre es viel früher geschehen, wäre es Teil der einen großen Aufregung gewesen und alles wäre heute viel entspannter. Wäre es später gewesen, hätte es die RSH schon gegeben und man hätte direkt vergleichen können. Auch dies wäre entspannter, weil es mehr als nur eine einseitige Diskussionsgrundlage gebe. Ich argumentiere ungern mit etwas, das noch nicht publiziert ist. Es JETZT zu veröffentlich ist jedoch unfair – auch gegenüber all jenen Autoren , die in den letzten Monaten viel Energie investiert haben, dass die Schattenlande rocken werden – und dient allein der Stimmungsmache.

    Als Katharina und Tyll gesehen haben, dass ihr Konzept nicht gewünscht ist, sind sie aus der Redaktion ausgetreten. Das ist vollkommen natürlich, nachvollziehbar und eine von zwei Möglichkeiten. Sie lautet: “Entweder so, wie wir es wollen, oder ohne uns.” (Konsequente Haltungen lobe ich mir.) Die andere lautet: “Schade, dies ist nicht gewollt. Versuchen wir, einen Kompromiss zu finden.” Wenn man aber einen konsequenten Schlussstrich zieht, dann wundere ich mich, warum man nicht dabei bleibt.

    Trotz Regen und großer Emotionen: Sonnige Grüße!
    Michael

  20. Daniel

    Lieber Michael,

    “Interessantes und Überflüssiges” soll Dein Blog enthalten. Ganz ehrlich: Ich habe selten etwas so überflüssiges gelesen wie diesen Eintrag.

    Ich wäre nicht auf den Gedanken gekommen, einer der beiden beteiligten Seiten — weder Ulisses noch den entlassenen/zurückgetretenen Redakteuren — “Gehässigkeit” oder “Geltungssucht” zu unterstellen. Dieser Eintrag dagegen enthält beides.

    Mein Bild von Dir hat sich gerade ganz gewaltig verändert, und leider nicht zum positiven.

  21. Alexander

    Ich finde diesen Kommentar niveaulos. Mehr ist dazu nicht zu sagen.

  22. Jörg

    Hallo Michael!

    Du hast ja die Mada in Orkengold leibhaftig auf Dere zurückkehren lassen, dies erst verteidigt, bist dann wieder deutlich zurückgerudert und schließlich im Mondenkaiser praktisch wieder negiert. Die Frage ist, ob das alles abgesprochen war mit der Redaktion (was von dir immer behauptet wurde) , denn ein irgendwie geplanter oder abgestimmter Plot war es ja nun nicht.

    Ich habe schon von verschiedenen Stellen die Vermutung gehört, dass du einen ganz guten Draht zu Daniel Simon Richter hast. Kann es sein, dass du davon über Gebühr profitierst? Dass du quasi Dinge “schnell” und “ohne Absprache” durchsetzen konntest und kannst, die andere nicht durchsetzen können? Könnte es sein, dass du auf dieser Grundlage mit den ausgeschiedenen Autoren und Redakteuren, oder sogar mit der Kernredaktion aneinander geraten bist? Ist dieses Masberg-Privileg (wenn es denn existiert) vielleicht ein zentraler Grund für ganz viele Schwierigkeiten? Denn vielleicht hat denen diese Verbindung gefehlt?

    Es sieht mir so aus, als seist du “eigentlich” in der Hackordnung (wenn ich die mal so nennen darf) unter den geschassten Redakteuern gewesen, hast diesen Nachteil aber über den Herrn Richter quasi überbrücken können. Gibt es dadurch vielleicht noch böses Blut oder Rangkämpfe um Plots, die auch für die Ausgetretenen schwer verdaubar sind?

    Schöne Grüße,
    Jörg

  23. Zhadrakas

    Servus,

    Irgendwie verstehe ich den ganzen Aufriss hier nicht.
    Was ist so schlimm an einer Inoffiziellen Veröffentlichung? Wann sonst weint denn einer rum, wenn vor Erscheinen einer Offiziellen Spielhilfe eine Inoffizielle Spielhilfe erscheint? Ich kann mich jedenfalls nicht erinnern, dass wegen den Spielhilfen zu den Elfen (vor In Licht und Traum) oder zu den Tulamidenlanden (vor Land der ersten Sonne) auf wolkenturm so rumgenölt wurde.

    Wenn das Offizielle Material was taugt, braucht es sich nicht vor dem Vergleich zu inoffiziellen Material zu verstecken!
    Wenn aber der offizielle Band so schlecht ist, dass die paar ausgearbeiteten NSC einen ernsthaften Angriff darstellen, dann bringt der Gegenangriff hier sowieso nix. Generell hoffe ich aber das im Schattenlande ein bisschen mehr drin steht, denn sonst wäre der Band ein definitiver Fehlkauf.

    Ich persönlich halte die Veröffentlichung der Schatzkiste auf der einen Seite für ein Geschenk an diejenigen die dem Meisterpersonenband entgegengefiebert haben und auf der anderen Seite für einen Schutzmechanismus, der den Missbrauch als offizielles Material / Ideenklau verhindern soll.

    Egal wie es im Endeffekt gemeint war, die Art und Weise wie der Blogeintrag formuliert war, ist rhetorisch gut ausgearbeitete Kindergartenpolemik und zeugt mE von Angst vor Konkurrenz.

    Viele Grüße
    Zhadrakas

  24. Michael Masberg

    Hola!

    @Zhadrakas:
    Nein, Angst vor Konkurrenz habe ich nicht. Die gehört sowieso zum Geschäft. Interessant finde ich die Anmerkung zum Schutzmechanismus. Angst vor Ideenklau? Ich hoffe nicht! Denn es wäre seltsam, wenn Tyll erst Material zur Verfügung stellt, es dann selbst veröffentlicht, um dann hinterher etwas geltend zu machen. :-)

    DSA hat ja immer schon von Fan-Arbeit gelebt, jeder und alles rekrutiert sich aus Fans. :-) Hier hat es aber, das musst du zugeben, ein etwas anderes Gewicht.

    @Jörg:
    Ja, ich habe einen guten Draht zu Daniel, aber das hat noch nie bedeutet, dass etwas nicht hätte mit der Chefredaktion abgesprochen werden müssen. Es wäre auch seltsam, daraus ein Privileg abzuleiten. Jeder Autor hatte immer schon einen Redakteur zur Seite, der sein Projekt betreut und es vor der Chefredaktion vertritt. Mitunter finden sich Paarungen zusammen, die sich verstehen und diese Konstellationen finden sich natürlich gerne wieder zusammen.

    Die Riege der DSA-Schaffenden ist letztlich doch recht übersichtlich und es ist immer schöner, wenn man sich versteht. Ich habe auch schon mit Tom Finn ein Bier in Hamburg getrunken, bei Tobias Radloff auf dem Sofa geschlafen, mir von Elias Moussa Fribourg zeigen lassen, Tyll Zybura versucht zum Tanzen zu bewegen und Uli Lindner unter den Tisch getrunken (wiederholt). :-D

    Eine Hackordnung hat es immer gegeben und finde ich hier auch richtig. Früher hieß sie Chefredaktion—Redaktion—Autoren, dann Chefredakteur—Kernredaktion—beratende Redaktion—Autoren, heute Verlagsredaktion—(evtl. Bandredakteur)—Autoren.

    Zu Mada ist mittlerweile echt alles gesagt. Ich habe da übrigens den Weg des Kompromisses gewählt. ;-)

    Ohne Frage standen Katharina, Tyll und Mark für eine bestimmte Richtung der Entwicklung, dies zeigt auch das jetzt veröffentlichte Material. Und diese Richtung lässt sich recht treffend als “DSA-Soap” bezeichnen – mit einem erklärerischen Ansatz, der die Frage aufwirft, ob man bald Rollenspielwissenschaft studieren kann.

    Ich bevorzuge eine andere Richtung und freue mich aufrichtig, dass diese eingeschlagen wurde. :-D In meiner Überzeugung ist das Soap-Konzept für ein anderes Format – als erzählerische Serie zum Konsumieren – wunderbar geeignet und dafür haben die drei hervorragende Arbeit geleistet. Für das Spiel am Tisch – auch mit dem Blick, DSA für Neulinge frisch und interessant zu halten – braucht man meiner Meinung nach aber ein anderes Meisterpersonenkonzept, was jedoch nicht im Widerspruch zu einer lebendigen und sich fortschreibenden Spielwelt steht.

    Sonnige Grüße!
    Michael

  25. Lorion

    Ich hoffe aber, dass Balphemor in den Schattenlanden Ähnlichkeit mit dem beschriebenen Text im Wolkenturm haben wird. Diese Ideen fand ich wahrlich groß!

    Ansonsten muss ich dir zustimmen.

    Beim Film frag ich mich, wieviel Sikaryan dort drin stecken wird. Wenn er auf dem Drehbuchentwurf basieren wird, der seit einigen Jahren im Alveran-Forum entwickelt wurde, hoffe ich auf den angedachten Twist am Ende. Soap ja, aber ohne Soap gäb es auch keine richtigen Nerds.

  26. HdN

    @ Michael Masberg

    <>

    Mal ganz polemisch gefragt: Was benötigt man den dafür? Weitere Abenteuer die Fakten schaffen? In der Hoffnung das dadurch weniger Chaos entsteht als ohnehin schon durch 181 Abenteuer geschaffen wurde?
    So wie das Einbringen und Manifestieren von Halbgöttinen ohne so etwas vorab zu planen und zu kommunizieren?

    Und oberflächlich beschriebene NSCs sind also einsteigerfreundlich bei DSA und ein Feature? Ebenso wie die unvollständigen Werte die dann ein Einsteiger-NSC wohl mal eben selbst ergänzen soll?

    Ich empfinde DSA mit dieser Publikationsstrategie höchstens als Austeigerfreundlich, mehr nicht.

    Vielleicht verkauft man mit dem kurzfristigen Bombast ein dutzend Bände mehr, auf Dauer verliert man hingegen Kunden die kein Bock mehr haben jeden Band zu kaufen und Aventurien zu studieren um leiten zu können.

  27. Michael Masberg

    Ich ignoriere den Mada-Seitenhieb. Ich werde ihn einfach ignorieren, anstatt mich noch einmal zu wiederholen … :-)

    Ich glaube fest daran, dass Darstellung und Einbindung von Meisterpersonen keines ausführlichen Rollenstudiums bedürfen sollten. Wir betreiben schließlich DSA als Hobby- und Gesellschaftsspiel, gemeinhin als Zeitvertreib, und inszenieren nicht Ibsen! ;-)

    Ich glaube, dass NSCs leicht und einfach zu greifen sein müssen, so wie es früher war. Warum sind Waldemar, Cuano, Brin, Answin, Xerann, Sadrak und alle der alten Riege so beliebt? Weil man nicht ihr psychologisches Profil studiert haben muss, um sie den Spielern am Spieltisch begreiflich zu machen. Und man könnte auch viel einfacher als Autor mit ihnen umgehen.

    Das ist der Punkt.

    Ein hochkomplexes, so genanntes ‘Metaplot’-Konstrukt mit schwer überschaubaren Verbindungen, einer Unzahl an charakterlichen Wendungen und mindestens 60 vordefinierten Mini-Plots ist der Tod.

    Da lobe ich mir doch Weiden! Mit Walpurga weiß ich, was ich habe, mit Arlan weiß ich, was ich kriege, und mit dem Ork weiß ich, wen ich hauen muss. :-D

  28. Jörg

    Hallo Michael!

    “Dein” Weiden ist auch wieder sehr nah mit Daniel Simon Richter verknüpft, oder? Da ist er doch nicht nur ehemals Kernredakteur gewesen und jetzt (Chef)redakteur, sondern auch Regionalkanzler. Und dann noch dein guter Freund. Ich kann mir vorstellen, dass du da extrem schnell irgendwelche Dinge durchsetzen kannst, ohne dich groß abzustimmen. Vielleicht waren da die Kollegen angefressen, dass du derart viele Freiräume hast?

    Die Ahnung liegt halt sehr nahe, wie da ein Bock herauskommen konnte wie die Wiedererschienene Mada. , von der offenbar sonst niemand etwas wusste, die aber “erlaubt” war. Nämlich durch eine schnelle Erlaubnis “neben” dem offiziellen Weg? Mir scheint, Mark Wachholz ist da eine fundamental andere`, nämlich transparentere Schiene gefahren mit seinen Plänen. Ich finde es entsprechend ein bisschen traurig, dass du das jetzt so heftig kritisierst.

    Schöne Grüße,
    Jörg

  29. Xyxyx

    Genau, Daniel Simon Richter und Michael Maßberg (sic!) schmieden eine unheilige Allianz, die nicht nur zum Ziel hat alles, was dem Herrn Masberg gefällt “einfach so” durchzusetzen, sondern ganz besonders Mark Wachholz zu brüskieren und außerdem überall Weiden strahlen zu lassen. (Während MW mit RS und MS dagegen den “Thorwal über alles”-Plot setzten). Was man sich so alles zusammen reimen kann…

    Die Aufgabe jedes aufrechten DSA-Fans muss es nun sein, diese Allianz zu zerschlagen. Freundschaft zwischen zwei DSA-Autoren! Skandal! Da lob ich mir den Hrrn Wachholz, der ganz ohne Freunde die Metaplot-Planung übernommen hat. Und dass der Herr Masberg die Region Weiden mag und da der Herr Richter das Sagen hat geht natürlich gar nicht. Herr Masberg hat bitte eine Region zu mögen, mit der Herr Richter nix zu tun hat. Jawollja!

    Natürlich git es in der DSA-Redaktion und unter den Autoren gewisse “Cliquen”, bzw. Leute die zusammen arbeiten. Aber man hätte ja auch fordenr können, dass sich die Schwefels scheiden lassen sollen, wen sie weiter zusammen an DSA arbeiten. Und wenn MW, TZ, KP, MS und RS eng zusammen gearbeitet haben, dann haben es etwa MM und DSR auch. AW und UL haben auch viel gemeinsam gemacht. Oder TF und TH. Das bleubt bei gemeinsamem Interesse nun mal nicht aus. Oder um es mit Autoren zu sagen: DH und FF haben auch einige Abenteuer zusammen geschrieben, davon einen in einem MM/DSR-Band und eine zu einer MS/RS/BB-Spielhilfe. Außerdem hattn TZ, KP, UL, MW und MM viel miteinander zu tun – sei es Wolkenturm oder die G7-Überarbeitung – da hat DSR gar nix mit zu tun gehabt. Genug Redax-Klatsch und “Wer mit Wem?” (achja: Und den ganzen Blödsinn ahbe ich mir nur aus einem Blick ins Impressum diverser Publikationen und in die Foren verschafft. Schon toll. Wenn man eine DSA-Soap macht, dann beser über Redaktion und Autoren. Empfohlene Aufstellung:

    TR: Der überforderte Vater
    DSR: Der intrigante Onkel
    MM: Der selsbtverliebte Fiesling
    MW: Der engagierte, brave aber leider unbeliebte Jüngling
    TZ: Der stille Freund des unbeliebten Jünglings, bei dem ein Tropfen das Fass zum Überlaufen bringt
    MS: Die Tante mit den Stimmungsschwankungen
    UL: Der nette Junge, den alle mögen, der bei den Konflikten nicht mehr durchblickt
    CG: Der entfernte Verwandte, der sich aus allem heraus hält
    AS: Der “Neue” mit hohen Erwartungen, aber auch großer Skepsis bedacht
    und natürlich:
    MT: Der wirklich richtig böse Patriarch, der mit eisernem besen in der Familie kehrt

    usw.

    Ich hab den Herrn Masberg übrigens auch schon unter den Tisch getrunken.

    Und dass sich alle soooo über die Mada aufregen ist doch ein Schwachfug: U.a. in WdZ ist das Mada-Mysterium drin, in Simyala spielt es eine Rolle und die ganze Mada-Story dreht sich darum, dass die entrückte Figur irgendwann wiederkehrt. Und wann wenn nicht im Heldenzeitalter? So wird die Mada-Story spielbar, alles andere ist nur unnötiger Hintergrund-Fluff. “Dramaturgisch” ergebeben Geheimnisse etc. nur Sinn, wenn sie aufgedeckt werden. Sonst ist es eine “Alibi-Verheipung” (MW, TZ, KP).

  30. Faron

    Selten habe ich einen dämlicheren Blogeintrag gelesen…

    Abgesehen davon, das die betreffenden Personen endlich mal einen stringenten Handlungsbogen innerhald des DSA Universums erstellen wollten, mit dem man leben konnte ohne das man von A nach X und wieder nach F hüpfen muss. Das ist für viele SPieler einfach nur noch nervig und einfach auch Spielspaß vernichtend.

    Was Mark, Tyll und all die anderen Redakteure und auch viele Spieler wollten, war eine gemeinsame Linie hineinzubringen. Das war wohl mit diversen Egos nicht zu vereinbaren, schade, denn so macht man vielen Spielern das Leben schwerer.

    Was den Band “Von Rang und Namen” betrifft, ich empfinde dies als eine tolle Spielhilfe, grade für viele Spieler, die noch nicht solange dabei sind. Das es nicht dazu gekommen ist, halte ich für einen massiven Fehler, ich fand die Idee brilliant.

    Was zu den Galottaromanen von ihnen gekommen ist, tut mir leid, ich empfinde das als Frechheit. Diese Romane waren lesenswert und gefielen mir, und auch vielen anderen, besonders gut. Vor allem wenn man bedenkt das die “alten” DSA Romanschriftsteller schon lange nichts mehr für DSA schreiben wollen…woran das wohl liegt??? Und dann kommen die Galottaromane und sind direkt auf den Punkt und machen endlich mal wieder Spaß. Na ja, Kritik ist eine Sache, aber so eine unmotivierte Breitseite auf Bild Niveau…das ist billig, sehr billig. Mein Kommentar dazu.

  31. Fessy

    Ich muss der Überschrift vehement widersprechen, DSA IST eine Soap. Zumindest bei meinen Spielern.

  32. Sanderj

    Lieber Michael,

    DSA ist keine Soap? Aber was du hier betreibst ist einer Soap würdig. *Ding! Ding!*
    Die DSA Redaktionsschlamschlacht geht in eine weitere Runde.

    Weist du – man kann es keinem recht machen. Ich finde komplexe Spielstränge toll, Beziehungen untereinander intressant, Metaplots durchaus faszinierend und ich habe nicht studiert – auch nicht Rollenspielen denn das soll eigendlich Spass machen.

    Natürlich muss ich nicht verstehen warum du lieber böse Ork tötest. *schulterzuck* Vielleicht ist das die einfach gestrickte schwarz und weis Mentalität ja gut genug für dich. Das ist dein gutes Recht.

    Für mich und viele andere gibt es aber ein ganzes Spektrum toller bunter Farben und deswegen bin ich froh das sich jemand der nicht mehr für Ulisses arbeitet trotzdem noch die Mühe macht seine Arbeit KOSTENLOS für andere bereitzustellen.

    Aber ist es nicht vielleicht das was sauer aufstösst? Kostenloses Material das wie es den Anschein hat nicht den Wünschen der DSA Redaktion entspricht?

    Ausserdem – und das gibt mit als Spieler am meisten zu denken – der meiste Schmutz in dieser Schlammschlacht fliegt in der Sache “Mark und Co.” soweit ich es mitbekommen habe aus einer Richtung. Nämlich aus der von Ulisses/ DSA Redaktion / DSA Mitarbeiten.

    Sowas…

    XoX

    Steph

  33. Jens_85

    > Warum sind Waldemar, Cuano, Brin, Answin, Xerann, Sadrak und alle der alten Riege so beliebt?

    Guute Frage. Vielleicht weil sie einfach zu erfassen, recht gut vorhersehbar und trotzdem dynamisch einsetzbar sind. Das mag ich an NSCen, manche finden das platt, aber wenn man um die ganze Welt reist, braucht mal ein Markenzeichen.

    Zu deinem Blogposting an sich möchte ich mal nichts sagen… da ist keine konstruktive Diskussion in irgendeine Richtung möglich, fürchte ich.

  34. Gulmond

    Das gerade Herr Masberg als einer der größten Kitschmeister (vielleicht neben Frau Falkenhagen) über Soaps lästert, ist schon pure Ironie. Was jetzt an dem Erscheinungstermin so besonders sein soll, erschließt sich mir nicht. Schattenlande erscheint doch nicht nächste Woche.
    Ich schätze eher, das Herr Zybura einfach mal die Feiertage nutzen konnte.

  35. Marakain

    Ich finde es sehr toll wie hier viele argumentieren die nicht dabei waren, bei den Entscheidungen von diversen Entlassungen, Planänderungen usw. aber dem der von allen Anwesenden es am besten weiß und quasi direkt dabei war nicht geglaubt wird. Da wird der Blog hier als ganz schlechter Stil quittiert aber das, im Gegenteil zu MW und anderen, noch keiner der gebliebenen DSA´ler nachgetreten hat wird ignoriert. Selbst ein Wink mit einem ganzen Zaun

    > Davon ab bin ich sowieso erklärter Skeptiker, dass die Aufkündigung einer langjährigen
    > Zusammenarbeit keine Vorgeschichte hat. Aber das nur am Rande.

    Werden konsequent überlesen.

    @Jochen
    Genau ich les jetzt seitenweise in irgendeinem Forum rum…

    Hat alles ein bisschen den Eindruck von Fanboys hier…

  36. FRAZ

    Servus.

    Ich bin kein Fan von Rang und Namen oder dem Metaplot-Konzept. Aber die Art in der die Arbeit von Autoren und ehemaligen Kollegen hier angegriffen wird, halte ich für unwürdig. Vor allem finde ich es unverfroren, dass Du, Michael Masberg, die Veröffentlichung als lächerlich abtun willst, obwohl man aus jeder Deiner Zeilen Deine Aggressionen herausließt, „die nicht erst in den letzten Tagen entstanden sind, sondern sich über einen längeren Zeitraum entwickelt haben und durch die jüngste Entwicklung bestätigt wurden.“ Wäre Dir die Angelegenheit so egal, wie du angibst, wäre ein persönlicher Angriff gar nicht nötig. Du würdest, wie mehrfach behauptet, darüber lachen und fertig.

    Über Deinen Stil haben sich bereits andere Kommentatoren ausreichend geäußert. Ich hoffe für Dich, dass Du diese Stellungnahmen reflektierst und daran reifst.

    Wolkenturm begründet seine Veröffentlichung so: „Wir fänden es schade, wenn diese Arbeit in dunklen Schubladen vermodert, deshalb haben wir einige dieser Texte leicht aufbereitet und stellen sie hier zum Download bereit.“

    Klingt freundlich und höflich. Nicht verwerfliches. Eine inoffizielle Veröffentlichung von einem Autorenteam, das jahrelang auf ihrer Internetpräsenz mit viel Engagement Ideen produziert und publiziert hat – unentgeltlich.
    Du schreibst hingegen aus der Sicht eines Autors der seine kommerzielle Veröffentlichung angegriffen sieht. Wann wäre für Dich der bessere Zeitpunkt einer Veröffentlichung?
    Nach dem Austritt aus der Redaktion? Vor knapp sechs Monaten, oder? Dann hätte man den Autoren vorgeworfen sich rächen zu wollen, indem sie Interna veröffentlichen.
    Kurz vor der Veröffentlichung von Schattenlande? Dann hätte man den Autoren vorgeworfen der offiziellen Publikation die Schau stehlen zu wollen.
    Kurz nach der Veröffentlichung von Schattenlande? Dann hatte man den Autoren vorgeworfen sie wollten die Kritiker mit ihren alternativen, kostenlosen Ideen aufhetzen.
    Lange nach der Veröffentlichung von Schattenlande? Wozu? Damit irgendwer auf die clevere Idee kommt den „Wolkenturmern“ ein Plagiat vorzuwerfen? Wohl kaum.

    Letztlich habe die „Wolkenturmer“ der Redaktion ein Konzept vorgeschlagen. Das wurde abgelehnt. Nun weißt Du, als erfahrener Autor, dass einige Ideen reifen müssen, bevor sie vielleicht doch wieder aufgegriffen und letztlich veröffentlicht werden. Darum wäre es dumm von einem Autor sein Konzept vorschnell aus dem Fenster (oder ins Netz) zu werfen. Also haben die „Wolkenturmer“ gewartet, bis definitiv feststeht, dass ihre Ideen in keiner Form mehr verwendet werden, bevor sie den Entwurf veröffentlicht haben. Und sie haben nur die NSC publiziert, die in absehbarer Zeit definitiv nicht mehr offiziell aufgegriffen werden. Natürlich ist das nicht uneigennützig, aber wie Du schon mehrfach bemerkt hast: so ist das Business.

    Da ihr ja keine der Ideen in der Spielhilfe verwendet, sondern eigene Konzepte erarbeitet habt, „dass die Schattenlande rocken werden“, verstehe ich nicht, was unfair an den anderen Ideen ist. DSA soll Spaß machen! Und eine breite Auswahl an verschiedenen Ideen erweitert doch den Spaß an einem Rollenspiel. „DSA hat ja immer schon von Fan-Arbeit gelebt“. Daher solltest wir den Autoren dankbar sein, dass sie mit ihren Ideen unsere Spielwelt bereichern.

    Das Mark Wachholz mit seinem Enthusiasmus bei der Redaktion offenbar etwas übers Ziel hinausgeschossen ist, haben inzwischen wohl alle Interessierten mitbekommen. Auch das die „die Affäre“ persönlicher und emotionaler abgelaufen ist, als bisher jemand zugeben wollte ist kein Geheimnis. Mich stört aber, dass du Herrn Wachholz als Verlierer darstellst. Eine Geschichte zu veröffentlichen ist ein persönlicher Erfolg. Der sei Dir gegönnt, genauso wie Herrn Wachholz. Aber bist du so narzisstisch veranlagt, dass du glaubst dich über andere erheben zu können, weil sie einen Rückschritt erlebt hatten, wo du erfolgreich warst. Ich finde das beschämend.

    Vielen Dank für die Aufmerksamkeit!

  37. Beorn

    @Marakain

    Dein Fanboyargument ist sehr gut und treffend. Vielleicht fällt mir gleich noch ein Hitlervergleich ein um die Diskussion endgültig zu beenden.

    @Michael Masberg

    Die Einlassungen zu den Angriffen sind doch sehr sachlich und diskussionswürdig. Schade das der Blogeintrag am Anfang darüber steht, denn so wie im Folgenden hätte man das durchaus als Meinung akzeptieren können entgegen der provokanten und beleidigenden Art des Blogeintrages.

    Ich bitte dann auch zu akzeptieren, dass es eine Gruppe von Spielern gibt, die DSA gerade wegen dem “Soapeffekt” spielt. Meine Gruppe mag das gerade an DSA und spielt das Spiel nur wegen der lebenden Geschichte, den begleitenden Medien (Bote, RSH usw.) und nennt es nicht böse gemeint “Kinorollenspiel”, weil DSA im Gegensatz zu anderen RPG halt häufig den Zuschauereffekt hat. Wir haben selbst an der Gefahr des Railroadings nichts auszusetzen, da DSA einfach anders ist als die anderen…

    Wir spielen DSA nicht wegen dem Setting, der überpackten engen Welt und dem Regelwerk, sondern nur wegem dem sog. “Soapeffekt”. Für Sandbox fliehen wir in andere Welten.
    Wenn man uns als DSA Spieler nach offizieller Richtlinie nicht mehr haben möchte ist das schade, aber wir müssten es akzeptieren.

    Für uns ist es gerade kein Sandbox Rollenspiel, wo man sich frei entfalten kann und das macht gerade den Reiz aus. Wir wollen sehen wie sich alt geliebte Figuren/Reiche/Politik sich unabhängig von den Spielern entwickeln und hätten uns über eine Verlagsrichtlinie gefreut, die es mir als SL leichter macht den Metaplot vorherzusehen, denn so wäre das aktuelle Aventurien jetzt direkt spielbar. Ansonsten sollte man lieber 20 Jahre hinterhängen um nicht böse überrascht zu werden oder in einer Sackgasse zu landen.

    Soweit nur eine Meinung…

  38. Michael Masberg

    Guten Morgen!

    @FRAZ:
    Ich habe schon etwas zu den Fragen geschrieben, die du an mich stellst, aber das mag untergegangen sein. Ich zitiere mich selbst:

    Ich finde es durchaus legitim, die Konzepte später zu vergleichen – auch wenn die Veröffentlichung in jedem Fall einen komischen Beigeschmack hat (siehe in dem betreffenden Post: Niederlagen akzeptieren). Wäre es viel früher geschehen, wäre es Teil der einen großen Aufregung gewesen und alles wäre heute viel entspannter. Wäre es später gewesen, hätte es die RSH schon gegeben und man hätte direkt vergleichen können. Auch dies wäre entspannter, weil es mehr als nur eine einseitige Diskussionsgrundlage gebe. Ich argumentiere ungern mit etwas, das noch nicht publiziert ist. Es JETZT zu veröffentlich ist jedoch unfair – auch gegenüber all jenen Autoren , die in den letzten Monaten viel Energie investiert haben, dass die Schattenlande rocken werden – und dient allein der Stimmungsmache.

    Zitat Ende. :-) Zu deinen Argumenten, die du anführst: So einfach ist es leider nicht. Die Wolkentürmler können gar nicht mit der Veröffentlichung gewartet haben, bis feststeht, dass ihre Ideen nicht mehr verwendet werden – denn sie haben darüber keine Gewissheit, jedenfalls nicht, bis SCHATTENLANDE veröffentlicht ist. Es hätte genauso sein können, dass wir SCHATTENLANDE-Autoren – von denen viele, ich eingeschlossen, an dem Projekt schon unter Tyll gearbeitet haben – die bereitgestellten Konzepte und Ideen aufgegriffen und benutzt hätten. Dann ständen wir jetzt, kurz vor der Veröffentlichung ziemlich blod da, und müssten wahrscheinlich hektisch unsere Texte umschreiben – in mehr als einem Forum kam ja schon die kleine Verschwörungstheorie auf, ob die drei nicht etwas einklagen könnten.

    Und sie haben nur die NSC publiziert, die in absehbarer Zeit definitiv nicht mehr offiziell aufgegriffen werden? Echt jetzt? Haffax, Leonardo, Balphemor, Arngrimm und die anderen werden in absehbarer Zeit definitiv nicht mehr offiziell aufgegriffen? :-O

    Ich bleibe dabei: Die Veröffentlichung jetzt ist ein taktisches Manöver, das nicht hätte sein müssen.

    @Beorn:
    Ich glaube, man muss zwischen der Soap und einer lebendigen Spielwelt unterscheiden. Meine Runde spielt DSA auch wegen der Verbundenheit zu der Welt und ihren Personen. Aber dafür benötigt keiner von uns ein pseudopsychologisches Figurenprofil. Die Hauptfiguren in unserem DSA sind die Helden, die ab und zu mal erleben, dass die Meisterfiguren auch einen Entwicklungsschritt machen. Wie ich schrieb, sind die vorgestellten Konzepte wunderbar für konsumierbare Serienformate geeignet. Meine Helden sind aber nicht die Zuschauer.

    Und ich vertrete die These, dass das aktuelle Aventurien nicht dadurch jetzt direkt spielbar wird, in dem ich als SL weiß, was eine Figur in fünf Jahren macht, sondern ich muss wissen, wie sie JETZT funktioniert. Wenn sie in fünf Jahren etwas anderes macht, lasse ich mich gerne überraschen. Und wenn es redaktionell einen Plan gibt, was das sein wird, um so besser – aber ich muss den Plan nicht wissen. :-) Alles großen Momente, die wir am Spieltisch hatten, lebten von der Überraschung und ein bisschen sollten wir uns einfach mal wieder überraschen lassen. ;-)

    Die Metaplot-Diskussion ist eine künstliche und ein wenig pseudo-geistesiwssenschaftlich. Vor allem ist der ‘Metaplot’ in den letzten Jahren dermaßen aufgebläht worden, dass eine Verunsicherung nur verständlich ist. Das Aufblähen haben jedoch gerade auch Katharina, Tyll und vor allem Mark mitverschuldet und VON RANG UND NAMEN hätte noch oben einen drauf gesetzt.

    Ich propagiere ja auch keine ‘Sandbox’ (noch so ein spieltheoretisches Unwort …). Ich sage nur, dass es dortlich einfacher und zugänglicher geht als in der Art, wie sie uns jetzt präsentiert wurde. Ich bleibe mal beim Beispiel Weiden, auch wenn das wieder Verschwörungstheorien nährt :-D :
    Wir haben für Waldemar gekämpft und seinen Tod erlebt. Wir haben für Walpurga um ihren Thron gekämpft und ihre Kinder aus der Bärenburg gerettet. Wir haben den Tod ihres Gemahls betrauert und die Hochzeit mit Bernfried gefeiert. Wir haben Arlan in seinem ersten Abenteuer begleidet und seine Schwester in den Hohen Norden. Das alles hat ohne Küchentischpsychologie funktioniert.

    Die Figuren waren und sind jene, die sie waren und sind, sind dies auf Jahre – und dann kommt alle 1W6+1 Jahre ein Plot/Abenteuer, das sie ins Zentrum rückt und ihnen einen Entwicklungsschritt beschert. Von diesen Meilensteinen in ihrem Leben abgesehen, weiß ich aber, dass ich die Meisterpersonen darüber hinaus in meinen Abenteuer benutzen kann, ohne eine recht weit verbreitete Angst haben zu müssen, mit zukünftigen Material in Konflikt zu geraten (so lange ich sie nicht dauerhaft verstümmel, töte oder ihr permanent grüne Haare anhexe).

    Indem ich jedoch setze, dass sich eine Figur – und bei VON RANG UND NAMEN reden wir von 60 Meisterpersonen – in einem fünf Jahre andauernden Zustand permanenter Entwicklung befindet, wird ihr Einsatz am Spieltisch heikel und ich schaue der Entwicklung lieber aus der Ferne zu.

    Um dich aber zu beruhigen: SCHATTENLANDE wird, wie an anderer Stelle in diesem Blog geschrieben, Ausblicke wie in REICH DES HORAS erhalten, die einige zukünftige Fakten setzen – natürlich ohne den Ausgang zu verraten. ;-) Und ich glaube, dass die dort vorgestellten Figuren auch ohne diese aufufernde Ausführlichkeit direkt spielbar sind.

    Und vor allem: Wir haben ein besseres Ende für Haffax im Blick! :-D

    Sonnige Grüße!
    Michael

  39. Michael Masberg

    @Xyxyx:
    Phantastisch! Ich habe herzlich gelacht! You just made my day … :-D

  40. Uwe Mechenbier

    Morgen!

    Verschwörungstheorien hin- oder her: Dass die Veröffentlichung vor der RPC, in Zusammenhang mit dem Trailer zum neuen DSA-Film, stattfindet ist augenfällig.
    (Rein vom beteiligten “Personal” gesehen)

    @Soap:

    Ob ich nun innerhalb der Runde ein Geflecht von ca. 5-8 NSC in Beziehung zu meiner Runde setze und sie mit den Helden meiner Spielrunde agieren lasse….oder….60 NSC untereinander agieren lasse ist schon ein mehr als DEUTLICHER Unterschied!
    Da bitte ich doch um etwas mehr Maß.

    @Von Rang und Namen:

    Lese ich die Veröffentlichungen des Wolkenturms habe ich sachlich gesehen folgende Verwicklungen von NSC:

    Nakika—Haffax–Gilia (3 zu 3 in Beziehung untereinander handelnder Personen)
    Balphemor—Leonardo (1 zu 1 Handlung)
    Arngrimm —Jarlak—Bernfried (wiederum ne 3er Combo)

    Darauf aufbauend nehme ich sachlich an, dass sich der Rest der angebotenen NSC ebenso in einem Soziogramm ähnlich, wenn nicht noch mehr untereinander agierend präsentieren würde.
    Für mich am Spielisch hiesse das:

    Bereite ich nen Spielabend vor, schlage ich VRuN auf und muss mich durch mindestens 4 NSC-Beschreibungen a 10 DIN A4 Seiten lesen. Unabhängig von Ortsbeschreibungen und üblichem Regellektorat und/oder Musikvorbereitungen…..wem dies zur Vorbereitung zusagt, der kann ja gerne sich auf weitere Veröffentlichungen freuen. Mir persönlich sagt soetwas nicht zu.
    Ich denke es wäre mit dem Konzept der untereinander verflochtenen NSC schwieriger, viel schwieriger geworden- der Fahrplan würde enger, starrer, unflexibler werden.
    Diskussion um “Soap- oder Nichtsoap” hin-oder her.

    Würde das die Spielleiterarbeit vereinfachen? Nein.

    Da ist mir ein Zeitstrahl wie in “Reich des Horas” mit weniger Zukunftsblabla lieber und angenehmer.

    Soweit mal aus reiner SL-Sicht.

    @Galotta-Romane:

    Ich habe mit Mark dazu lange im damaligen Wolkenturmforum diskutiert, warum dieses “Pseudo-Durch-Psychologisieren” eines Fantasyschwarzmagiers derart vielen Menschen zusagt ist mir bis heute schleierhaft. DSA ist ein Fantasyrollenspiel, da darf ein Magier einfach mal böse sein…..ohne hochkomplizierten Nahema-Komplex und Übervaterambitionen.

    MfG

    Um

  41. Alrico

    Hallo Herr Masberg,

    leider kann ich Ihre Meinung zu dem abgesagten Band “Von Rang und Namen” nicht teilen.
    Ich meistere seit über zwanzig Jahren DSA-Spielrunden und bin u.a. deshalb Aventurien treu geblieben weil es eine kontinuierliche Geschichte und Entwicklung hat. Das auch Dinge passieren auf die die “Helden” keinen Einfluss haben oder die Dinge die sich entwickeln und dann “Helden” erfordern um die Bedrohung abzuwenden.

    Deshalb war ich sehr begeistert als von diesem Band berichtet wurde. Denn EIN Buch, in dem alle wichtigen zukünftigen Meisterpersonen vorhanden sind, erleichtert die Vorbereitungen eines Rollenspielabends doch ziemlich. Sonst muss man in sämtlichen Regionalbänden suchen und hoffen, dort auf aktuelle Info’s zu treffen.

    Auch Ihre Kritik bzgl. des Umfangs pro beschriebener Person ist absurt. In einem Band in dem es ausschließlich um die Personen geht, erwarte ich gerade deshalb eine SEHR ausführliche Beschreibung von Hintergrund, Optik, Charakter, Motivation, Freunden und Feinden. Deshalb hätte eine gekürzte Darstellung der Meisterpersonen den Band disqualifiziert. Diese haben wir bereits in den Regionalbänden!
    Wenn man Ihre Meinung genau betrachtet, dürften Sie dann auch kein großer Fan von den Magierakademiebänden sein, die genau das gleiche Schema verfolgen. (Eine kurze Beschreibung in Wege der Helden und jetzt die ausfühliche Beschreibung in den beiden neuen Bänden).

    Was mich an der Vorgehensweise des Verlages ärgert, ist die Streichung dieses Produktes nur weil man sich nicht an einen “Meta-Plot” binden will. Mann hätte auch den Kompromiss finden können diese Teile bei den Beschreibungen etwas kürzer und weniger detailliert darzustellen, um mehr Handlungsspielraum zu haben. Dann hätte der Band trotzdem ein tolles Produkt werden können. Ich versteh nicht, wie eine Spielhilfe, die von so vielen Fans in diversen Foren sehnlichst erwarte wurde mit einem Handstreich weggewischt werden konnte. In solchen Fällen sollte die Redaktion wirklich mal überlegen für wen sie die Produkte herausbringen.

    Ihre Unterstellung es handelte sich bei der Veröffentlichung um Gehässigkeit und “Nachtreten” mag aus Ihrem “internen” Wissen stammen. Die Motive von Wachholz und Co. kenne ich nicht. Für mich als Rollenspieler und Meister ist es nur eine weitere Spielhilfe (von denen es im Internet viele gibt), die es in der Form leider vom Verlag nicht geben wird und deshalb für mich interessant ist. Wenn dabei auch Info’s enthalten sind die jetzt in “Schattenlande” publiziert werden ist das nicht tragisch. Ich erwarte von den Band “Schattenlande” deutlich mehr als einige Charakterbeschreibungen von Meisterpersonen und sehe daher keine Konkurrenz für das Produkt.

    Abschließend möchte ich noch sagen, dass ich es schade finde, das Sie durch Ihren Beitrag wieder Öl ins fast verlöschte Feuer gegossen haben. Ich dachte die Aufregung und der “Zickenkrieg” hätten endlich ein Ende gefunden und alle können Ihre Wege gehen.

    Manchmal ist “Schweigen doch Gold (oder Boron)”.

    Mit freundlichen Grüßen,

    Alrico

  42. Beorn

    Aber was stößt dir denn dann so übel auf? Ihr hattet doch einfach nur verschiedene Standpunkte, wie die Spielrunden verschiedene Arten der Herangehensweise an DSA haben.

    Du brauchst Seriendarsteller Konzepte nicht für NSC’s ich finde Sie sehr gut. Ist doch völlig legitim. Für deine Meinung unterstelle ich dir doch nicht Geltungssucht oder Gehässigkeit.

    Verstehe ja die grundlegende Angst, dass die Kreativität der Autoren beschnitten worden wäre durch Festlegungen und man unter Druck gerät bei der Umsetzung, aber man hätte ja auch so als komplette Redaktion vielleicht einen Fünfjahresplan aufstellen können und sich diesmal halt transparent zeigen können, im Sinne von ” Ja wir wollen die massig gesetzen Plotfäden mal in den Griff kriegen und in Zukunft sehr organisiert und planvoll vorgehen.”

    Wenn das dann nicht aufgeht, war es zumindest ein Versuch und man wüßte, dass man es anders machen muss.

    Glaube genauso wie du, dass da andere Brandherde schwehlten und niemand wegen des Konzepts zum Metaplot gegangen wurde. Sind halt viele kreative Köpfe “Künstler”, wo es mal schnell heiß hergehen kann oder Meinungen sich versteifen. Mache auch lieber mit kleiner Besetzung Musik, dann gibt es weniger Reibungspunkte.

    Was jetzt Schattenlande angeht, wie du selbst doch sagst, habt Ihr andere Konzepte zu den Figuren, dann kann das doch der Spielhilfe nicht schaden?

    Für mich war das sogar Kaufanregung für den Band. Will sehen, was daraus geworden ist und das gar nicht um im nachhinein den Band zu verhackstücken. Was wäre denn für dich der passende Zeitpunkt für die Veröffentlichung der Dokumente gewesen?

    Kurz nach dem Austritt?
    Dann hätte man den Wolkentürmlern Hetze gegen Ulisses vorgeworfen und Ihr hättet euch beschwert, dass so vorhandenes Material für eure Spielhilfe schnell unbrauchbar gemacht wird (Stichwort “Verbrannte Erde” – Hier dann endlich das Weltkriegsargument :-) )

    Nach Erscheinen der Spielhilfe?
    Direkt wieder Plagiatsvorwürfe und ihr habt doch dran rumgebastelt um jetzt besser als die vorhandene Spielhilfe dazustehen.

    Verstehe da natürlich nicht die internen Abläufe. Soweit ich das bei Tylls Rücktritt verfolgt habe, hat er doch den Schattenlande Bearbeitern angeboten all sein bisheriges Material zur Verfügung zu stellen, was ja auch fair euch gegenüber klingt. Habt ihr denn bei ihm angefragt? Ich finde nicht, dass er ins einer Situation eine Bringschuld hätte. Hattet ihr überhaupt noch mal Kontakt? Oder wurde die Wachholz Sektion geächtet?

    Verstehe da auch nicht den Ablauf, ihr müsst doch ein gemeinsames Konzept zur Erstellung gehabt haben, dann steigt der Bandredakteur aus und ihr macht dann alles anders plötzlich?

    Das ist dann wenige Fanboy :-) sondern eher Bundesliga – Trainerkarussell.

    Was schadet denn an den veröffentlichten Meisterpersonen dem Schattenlandeband?
    Müsst ihr umschreiben weil ihr doch nicht bei Tyll angefragt habt und jetzt merkt das große Textblöcke von Ihm in der Spielhilfe sind?
    Das habt ihr dann verpennt, ihr hättet ja anfragen können und unter der Hand mit sowas durchkommen wäre dann ja auch übel aufgestoßen.

    Oder sind die vorgestellten Konzepte eine starke Konkurrenz für eurere Planungen? Leute das ist Internet, dass hätte euch auch von anderer Seite passieren können. Fand die alte Elfenspielhilfe damals im Wolkenturm auch besser als Hadmars Vorstellungen.

    Ich frag mich einfach, wo ist der Schaden über den sich dein Blogbeitrag so böse aufregt?

    Ansonsten bleibt doch nur deine Meinung und das geht auch höflicher, aber vielleicht hast du das schon selbst gemerkt…

  43. Bernhard

    Michael:

    Deine herablassende, ekelhaft-selbstrühmliche Art, Michael, ist nur noch beschämend. “Meine NSC-Beschreibungen sind besser als die anderen, meine Art, Aventurien zu gestalten, auch”. Wie ätzend. Für mich haben sich hiermit nicht nur du, sondern auch die gegenwärtigen DSA-Macher, die einen Autoren … entschuldige, einen Hetzer wie Dich supporten, disqualifiziert. DSA und vor allem die gute Arbeit anderer Autoren ist nichts, worauf man wie Du einfach sein höhnisches Ejakulat verspritzt. Ich erwarte, wenn Du es nicht schon selbst machst, dass sich Ulisses in Deinem Namen bei den Fans entschuldigt und Du künftig für keine weiteren Arbeiten an Aventurien vorgesehen wirst.

    Dieser Grenzüberschreitung in Anstand und Präsentation ist schlichtweg nicht mehr zu tolieren. Und mit jedem Deiner Kommentare setzt Du noch selbstgefällig einen drauf.

    Dass alles wäre einfach nur traurig und gestört, wenn Du Dir nicht auch noch die massive Blöße einer kompletten Unkenntnis und Realitätsferne bezüglich der von Dir kritisierten Arbeiten geben würdest. Niemals wurde irgendwo behauptet, dass von den 60 Figuren in Marks Band alle Metaplot-Bezug haben würden. Das denkst Du Dir halt alles mal schnell aus. Stattdessen, kann man in vielen Forenbeiträgen lesen, haben die Macher des Bandes sich aktiv an der Verschlankung vieler Plots beteiligt und die Figuren auf jene konzentriert, die sowieso vom Verlag in Arbeit waren (es wurden genannt Lichtsucher, Drachenchronik, Schwarze Lande, Hoher Norden, Al’Anfa und so) und sie in Abstimmung mit den Schreibern der Kamapgnen erarbeitet.

    Viele andere Figuren in dem Band waren ausgewählt worden, eben gerade nicht mit Metaplots verknüpft zu sein.

    Lies dich also bitte erstmal in das Thema ein und denk Dir nicht einfach irgendwelche Behauptungen aus, nur um Deine Gehässigkeit öffentlich machen zu können.

    Deine Kritik an detaillierteren Beschreibung und Aufbereitung von aktuellen NSCs (und Deine Alternativvorschläge wie “Orks kloppen” und 50ger-Jahre Klischeebösewichte) geben einen hochinteressanten Einblick, worin Du und Deine Redaktionskumpels die Zukunft von DSA sehen. Gute Nacht. Fans und selbst noch vor kurzem engagierte Redakteure wie Uli Lindner schütteln bereits nur noch den Kopf.

    Aber es ergibt schon einen Sinn: Jemand, der jahrelang zuammen mit Daniel Richter die Spieler mit pseudo-komplexen und briefspielverseuchtem Draconiter-Porn genervt hat, der sich gegen jede Abstimmung herausgenommen hat, Mada zurückkehren zu lassen, nur um später zurückzurudern und bis heute jeder dazu Erklärung ausweicht, jemand, der sowohl in Maraskan als vor allem auch in Almada und im Mittelreich mit komplexen Figurengeflechten versucht hat zu arbeiten, Briefspiel-Porn supportet hat – und an der Komplexität dieser Figurengeflechte schlichtweg gescheitert ist … ja, dem nehme ich ab, dass er anderen, die sowas wirklich können, plötzlich verzweifelt nachtritt und sie öffentlich kleinhacken muss, weil seine Arbeit allein eben NICHT für ihn spricht.

    Und das aus sicherer Position eines DSA-Autors mit gutem Draht zur Chefredaktion.

    Einfach ekelerregend und arm.

    @Uwe Mechenbier: Auch du lies dich nochmal ein, was VON RANG UND NAMEN wirklich sein sollte und höre nicht auf solche falschen Prediger wie DSA-Autor Michael Masberg.

    > warum dieses “Pseudo-Durch-Psychologisieren” eines Fantasyschwarzmagiers derart
    > vielen Menschen zusagt ist mir bis heute schleierhaft. DSA ist ein Fantasyrollenspiel, da
    > darf ein Magier einfach mal böse sein…..ohne hochkomplizierten Nahema-Komplex und
    > Übervaterambitionen.

    Fantasyklischees sind was für pubertierende 12-jährige. Die Welt ist nicht mehr so, wie vor 50 Jahren. Dass es solche Figuren mit “hochkomplizierten Nahema-Komplex und Übervaterambitionen” in Realität gibt, zeigt Dir sehr schön der Autor dieses Blogs.

    verständnislos,
    Bernhard

  44. Battlegonzo

    Hi,

    es stimmt mich traurig und stößt bei mir auf Unverständnis, wenn kreative Menschen sich gegenseitig niederzumachen versuchen, warum auch immer sie das tun.
    In der Sache streiten ist eines, unsachlich argumentieren etwas anderes, und letzteres hat meiner Meinung nach seltenst zu einer allgemein akzeptierten Problemlösung geführt.

    Natürlich neigt das Arbeitsfeld von Kreativen (wie die “Kunst” im Unterschied zur “Naturwissenschaft” i.a.) dazu, Kontroversen und scheinbar unauflösbare Widersprüche zu erzeugen, die nicht endgültig entschieden werden können. Dies gilt auch für die Auffassung, was für DSA notwendig/richtig/wichtig ist und was nicht.
    Daß es dabei verschiedene Auffassungen/Spielarten/Interpretationen der Frage “Was ist Rollenspiel/ was ist DSA” gibt, die alle begründet/spaßbringend/logisch sind, ist mir durchaus klar.

    Aber DSA ist meiner Ansicht nach eigentlich so angelegt, diese verschiedenen Stränge ALLE unter einem Dach zu vereinigen.
    Das halte ich für DEN großen Vorteil von Spielwelt und Regelsystem gegenüber anderen Rollenspielsystemen.

    Nun ist aber in letzter Zeit wohl ein Kampf unter der “Obrigkeit” (Autoren/Redaktion/Entscheider) ausgebrochen, in welche Richtung man eher gehen soll, wovon “Metaplot vs Sandbox” nur ein Teil des Schlachtfeldes ist – wenn auch ein nicht unbedeutender.

    Daß jeder dabei eigentlich nur “seine” Position, seine Auffassung dessen was DSA seiner Meinung nach sein soll, zu verteidigen und zu erläutern sucht, ist nicht weiter verwunderlich und zudem auch gut und produktiv.

    Ich halte es allerdings für eingeschränkt sinnvoll, dabei nicht souverän genug zu sein , wenigstens zu versuchen die Position des anderen als eine “mögliche Position” zu verstehen – gerade wenn diese Position einen Aspekt in den Vordergrund stellt, der von einem selbst als weniger wichtig eingeschätzt wird.
    Denn wenn man das spielstilverbindende, daß “allgemeine” und vereinende von DSA Erhalten will (und dafür gibt es viele Gründe), ist es dann nicht kontraproduktiv, andere Spielstile zu diffamieren, als unsinnig zu deklarieren oder ins lächerliche zu ziehen?

    Ist es nicht viel besser, sich in allen Bereichen auf “Richtlinien” zu einigen, mit denen alle leben können ? Daß dabei JEDER Abstriche machen und Kompromisse eingehen muss ist selbstverständlich!

    Natürlich ist es unterhaltend, eine unsachliche “schmutzige” Auseinandersetzung von außen zu betrachten (wie hätte sonst es die ganzen Gerichtsserien über 10 Jahre im TV-Programm gehalten), aber wenn einem an allen Parteien eigentlich etwas liegt, ist es halt einfach nur traurig.

    Greetz Battlegonzo

  45. Greifenhaupt

    Ich habe jetzt sehr lange darüber nachgedacht und sehe in Herrn Masbergs Verhalten nur einen zutiefst beschädigten und aufmerksamkeitsbedürftigen Menschen am Werk. Sein Verhalten, kräftig nachzutreten, hat ihn hier definitiv tief beschädigt, obwohl man ja mit jedem Wort von ihm ahnt, dass er nur auf einen schnellen “Sieg” aus war und ihn wohl sehr gebraucht hat. Denn wie soll man zukünftige Beiträge noch anders lesen als Politik? Egal, was er zukünftig noch sagen mag, es schwingt immer ein großes Fragezeichen mit.

    Wird Schattenlande wirklich so großartig?
    Waren die Masbergabenteuer wirklich so großartig etwa für Spieler und kein Schaulaufen von NSCs?
    War Masberg wirklich jemals mit den “Redaktionskollegen” im Austausch? Oder hat er immer nur sein Ding gemacht?

    Ich empfehle eine gewisse Rücksichtnahme gegenüber Herrn Masberg als engagierten Menschen, der an der krassen Selbstdemaskierung noch lange (immer?) zu kauen haben wird. Man darf nicht vergessen, dass er mit viel Leidenschaft bei der Sache ist, bei mangelhafter Bezahlung und auch sonst offenbar (nicht genug) Beachtung. Da trifft ihn die Zweitrangigkeit gegenüber MW offenbar wirklich, wirklich tief. Wenn Masberg den Laden auch noch hinschmeißt, dann ist eigentlich gar keine echte Persönlichkeit mehr übrig für DSA. Ich empfände das als einen Verlust.

    Grüße
    Greifenhaupt

  46. Uwe Mechenbier

    @Bernhard:

    ²@Uwe Mechenbier: Auch du lies dich nochmal ein, was VON RANG UND NAMEN wirklich sein sollte und höre nicht auf solche falschen Prediger wie DSA-Autor Michael Masberg.

    > warum dieses “Pseudo-Durch-Psychologisieren” eines Fantasyschwarzmagiers derart
    > vielen Menschen zusagt ist mir bis heute schleierhaft. DSA ist ein Fantasyrollenspiel, da
    > darf ein Magier einfach mal böse sein…..ohne hochkomplizierten Nahema-Komplex und
    > Übervaterambitionen.

    Fantasyklischees sind was für pubertierende 12-jährige. Die Welt ist nicht mehr so, wie vor 50 Jahren. Dass es solche Figuren mit “hochkomplizierten Nahema-Komplex und Übervaterambitionen” in Realität gibt, zeigt Dir sehr schön der Autor dieses Blogs.”

    Nunja, es sieht wohl so aus, als ob man sich immer gerne Häppchen herauspickt und diese dann kommentiert. Und noch einmal: Die Sache mit den Galottaromanen ist durchdiskutiert Bernhard- es geht hier nicht um simple Klischees oder etwas für Pupertierende- es geht um Fantasy.
    Nicht um lange lange lange her- und hergeleitete Psychogramme von entwicklungsgestörten Menschen und Zauberern, es ist Fantasy. Wenn ich gerne ellenlange Persönlichkeitsprofile lese, wäre ich zur Polizei gegangen um mich in den “kranken” Hintergrund.

    Und bitte bitte- spar dir den belehrenden Ton, den habe ich mit 25 Jahren DSA-Erfahrung nicht nötig. Und Michael als “falschen Prediger” zu bezeichnen ist ebenso abstossend, wie einiges was du an Hernn Masberg kritisierst. Und dies ohne Wenn und Aber.

    Und wie die Welt vor 50 Jahren beim beliebtesten deutschen Rollenspiel war? Keine Ahnung Bernhard, denn DSA gibt es meines Wissens nach erst seit 1984…….

    @Einlesen in VRuN:

    Habe alle Forenbeiträge von damals im Alveranforum gelesen- zudem in und um DSA4 und anderen Foren. Meine Meinung hat es nicht geändert, eher gefestigt. Glaub es mir oder nicht- ich habe mich fundiert informiert und eher ein negatives Gefühl bezüglich der geplanten Publikation gehabt. Wenn ich solche “Schrei(b)hälse” wie dich erlebe….völlig zurecht.

    MfG

    UM

  47. Michael Masberg

    Werter Bernhard!

    Ich behaupte schlicht und ergreifend, in der Sache einen tieferen Einblick zu haben, und stelle die These auf, dass du falsch liegst.

    Gut, dir gefallen meine Arbeiten nicht. Damit kann ich leben. Anderen gefallen sie, so ist es nun einmal. Auch mit dem ewigen Mada-Vorwurf kann ich leben – hey, ich habe mich schließlich als einer der Ideengeber bekannt, damit bin ich auch angreifbar. Mehr als zu sagen, dass ich in einer solchen Sache gar nicht Entscheidungsträger sein und unmöglich heimlich Fakten schaffen kann, kann ich nicht. :-) Ich weiche einer Erklärung hier nicht aus, sondern kann sie nicht geben, weil ich ein “Der und der hat aber damals gesagt, dass …” für nicht ausreichend halte.

    Ja, ich habe wohl mal Draconiter-Porn betrieben. Ebenso wie die Schwefels Thorwal- und Rabenmund-Porn betrieben haben. Und Karli Maraskan-Porn. Frank Horas-Porn. Lena Albernia-Porn. Heike und Jörg Aranien-und-Oron-Porn (…). Elias Golgariten Porn. Uli Lindner Wildermark- und Magier-Porn. Niklas Almada Porn. Susi Rondrianer-Porn. Und so weiter. So what?! Jeder Autor besetzt doch erst einmal ein Thema, in dem er sich wohlfühlt und profilieren kann.

    Dir mag auch aufgefallen sein, dass zu den Dracs länger nichts mehr gekommen ist.

    Deine aventurische Porno-Industrie kennt ja auch noch den Briefspiel-Porn. Hier muss ich sagen: Das Briefspiel ist nicht mein Medium, nicht meine Art, DSA zu spielen. Aber ich erkenne an, dass ohne das Briefspiel DSA heute keine lebendige Hintergrundwelt und so viele unterschiedliche Regionen hätten. Die Prägung der Provinzen ist ein Produkt des Briefspiels und das kann man einfach auch mal anerkennen.

    Wenn ich dich jedoch persönlich getroffen habe, möchte ich mich entschuldigen; das war nicht meine Absicht.

    @Beorn:
    Wie ich schrieb, lief die Übergabe sehr harmonisch und uneitel. Deswegen irritiert mich diese Bereitstellung von dem Material massiv. Und ganz ehrlich: Für mich wäre es kein Problem gewesen, wenn sich nach dem Erscheinen von SCHATTENLANDE Tyll und Freunde hingesetzt hätten, den Band gelesen und danach eine Alternative verfasst hätten. Darüber hätte man diskutieren können. Jede Veröffentlichung vorher – egal wie weit oder nah; wie weiter, desto mehr Spielraum zu reagieren –, ist ein Bruch mit dem Versprechen, das Material zur Verfügung zu stellen, und ein Kopfstoß für alle beteiligten Autoren, die zum Teil ja noch von Tyll rekrutiert wurden. Egal wie nah oder fern man sich noch am Konzept befindet.

    Das sich Details geändert haben, ist ersichtlich: Wie aus dem veröffentlichten Material hervorgeht, war Tylls Konzept auf eine “Haffax lässt sich alles klauen und bittet auf dem Sterbebett um Absolution”-Lösung ausgelegt – und wie auf meinen Kommentaren hervorgeht, ist eine andere Zielsetzung geplant. ;-) Da bedarf natürlich Änderungen.

    @Battlegonzo:
    Es wurden verschiedene Postionen ausdiskutiert (in welchem Umfang kann ich als Autor an der Peripherie der Entscheidungen nicht sagen), daraus haben sich Konsequenzen ergeben – für Katharina und Tyll etwa, dass sie lieber ihre Arbeit an DSA aufgeben als ihre Position. Andere gehen Kompromisse ein. Gerade als Autor und Nicht-Redakteur muss man das immer wieder, aber das ist in Ordnung, dafür gibt es ja eine Redaktion, die die Richtlinien vorgibt – oder wie ich es lieber formuliere: den Rahmen absteckt, in dem man sich bewegen darf.

    Und einen Rahmen finde ich wirklich besser als eine gerade Schnur, auf die man aufgezogen wird. :-)

    Sonnige Grüße!
    Michael

  48. Michael Masberg

    @Greifenhaupt:
    Es rührt mich, dass du in solcher Sorge um meine Gemütslage bist, aber ich kann dich beruhigen, dass ich eigentlich sehr tiefenentspannt bin, gerade in Bezug auf DSA, da ich meine Eitelkeiten an anderer Stelle befriedige und mich als Person nicht über meine Arbeit für Das Schwarze Auge definiere. :-)

    Dennoch schön, dass ich vermisst werden würden! :-D

  49. NF

    >Für mich haben sich hiermit nicht nur du, sondern auch die gegenwärtigen DSA-Macher, die >einen Autoren … entschuldige, einen Hetzer wie Dich supporten, disqualifiziert. DSA und vor >allem die gute Arbeit anderer Autoren ist nichts, worauf man wie Du einfach sein höhnisches >Ejakulat verspritzt. Ich erwarte, wenn Du es nicht schon selbst machst, dass sich Ulisses in >Deinem Namen bei den Fans entschuldigt und Du künftig für keine weiteren Arbeiten an >Aventurien vorgesehen wirst.

    Herrlich! Laut Bernhard darf man die Liste aus Michaels vorvorletzten Blogpost wohl ein wenig erweitern:

    “Schmidt Spiele stellt den Vertrieb von DSA ein. Ulrich Kiesow stirbt. FanPro verkauft die Rollenspiel-Lizenz. Florian Don-Schauen ist nicht mehr Chefredakteur. Jetzt folgt die fünfte große Zäsur in der Geschichte unseres liebsten Hobbys: Thomas Römer ist ebenfalls nicht mehr Chefredakteur. Michael Masberg gibt auf seinem persönlichen Blog seine eigene Meinung wieder. DSA steht also vor dem Untergang? Wieder einmal? [...]”

    @Bernhard: Bevor du von einer “herablassenden”, “ekelhaften” und “beschämenden” Art sprechen kannst, solltest du erstmal deine eigene Ausdrucksweise überprüfen. Die entspricht nicht nur den von dir genannten Kriterien, sondern ist auch noch unangemessen wiederlich (Stichwort: “worauf man wie Du einfach sein höhnisches Ejakulat verspritzt”).

    @Michael: Danke für den Blogeintrag. Ich sehs mit nem lachenden und weinenden Auge. Du hast das ganze mit einer ordentlichen Priese Ironie auf den Punkt gebracht und im großen und ganzen teile ich deine Gedanken. Wir sollten uns alle entspannen und das Spiel so genießen, wie es uns am meißten zusagt.

  50. Bernhard

    @Uwe: Du bist also der Richter, der entscheidet, was Fantasy ist oder nicht, ja? Ja, dann gehörst Du wirklich an Michael Masbergs Seite, der uns belehren will, wie man DSA einzig und allein zu spielen hat (mit “Orks totkloppen” statt spannender, facettenreicher Figuren und gehaltvollem, geplantem Metaplot).

    Die Welt vor 50 Jahren: Ich spreche von unserer Welt, nicht von DSA.

    Die Beziehungsgeflechte der NSCs sind nicht neu. Sie wurden bislang nur nicht transparent dargestellt, und in vielen Fällen offenbar nicht einmal von den DSA-Autoren und Redakteuren selbst durchschaut, aber dennoch fleißig benutzt (und dann verhunzt). NSCs ändern sich je nach Autor – was soll an solcher Planlosigkeit, für die man dann auch noch Geld bezahlt, toll sein?

    Schau Dir mal bitte die Drachenchronik an: Da haben genau jene wie Daniel Richter und Michael Masberg mitgemacht und ein Konvolut an Planlosigkeit offenbart, dass es nicht mehr feierlich ist. Da stimmt von vorne bis hinten nichts, aber dem Käufer werden 100 Euro aus der Tasche gezogen mit großen Versprechungen von “jahrelanger Planung” und dem “Next Big Thing”.

    Die Novadi-Hochzeit von Selindian – eine Schnappsidee von Richter/Masberg.

    Madas Rückkehr ohne Plan und an der Redax vorbei: Richter/Masberg.

    Der ganze Briefpsiel-Porn von den Bilsteins und einer furchtbaren Mittelreich-Präsentation im Aventurischen Boten: Richter/Masberg.

    Draconiter-Gedöns, das nur Eingeweihten was sagt: Richter/Masberg.

    “Im Bann des Nordlichts” und die Einstampfung von Marks jahrelang vorbereiteten Entwicklung: Richter (diesmal mal ohne Masberg).

    Wo hört meine Liste auf?

    Die Figuren in VON RANG UND NAMEN wären nicht auf 10 Seiten beschrieben worden, sondern auf wohl 3. Jede komische Magierakademie wird derzeit auf 10 (!) Seiten beschrieben, warum denn nicht NSCs mit vielen wichtigen Infos für den Meister auf gerade mal 3 Seiten? Die Designer’s Notes im Wolkenturm sind Zusatzmaterial, das jetzt veröffentlicht wurde, nichts anderes als eine Art Making Of auf einer DVD.

    Der Blick in die Zukunft, wie Du dem Material entnehmen kannst, war ein (!) einziger Absatz von vielleicht zwei oder drei Sätzen. Und die hätten jetzt DSA zum Untergang gebracht, oder wie? Sie sind genau im richtigen Maß, mich als Meister grob zu informieren, damit ich einschätzen kann, wie sich abweichende Spielerhandlungen in meiner Runde auswirken würden.

    Aber klar – wer gar nicht als Autor planen will, sondern lieber Hasen aus dem Hut zaubert, wenn es ihm gerade passt, für den kann so eine Herangehensweise nur Gift sein.

    köpfschüttelnd,
    Bernhard

  51. Alrico

    Hallo Herr Mechenbier,

    das Argument “Es ist halt Fantasy, da braucht man keine Persönlichkeitsprofile” ist bezgl. DSA falsch, da das ganze System auf Detailverliebtheit aufbaut und meiner Meinung nach genau das ist was Aventurien (für mich) so interessant macht. Sonst brauchten wir auch keine Bücher mit Regionalbeschreibungen, ellen langen Stadtbeschreibungen und -karten, verschiedene Kulteren/Strömungen in einzelnen Völkern usw.
    Und gerade bei Meisterfiguren, die die Helden (oder auch die Spieler) ein leben lang begleiten erwarte ich schon etwas mehr als: “Er ist halt böse”. Da hat ja ein zweitklassiger Bettler in Gareth mehr Hintergrund. Dann braucht man auch solche “Bösewichte” nicht über Jahre behalten sondern kann pro Abenteuer einen neuen einführen.
    Die Leute, die gerade dieser Detailreichtum einschränkt, spielen ein anderes System oder lassen die betreffenden Passagen weg. Die anderen finden das super. Aber nur weil man sich nicht einig ist und keine Kompromisse eingehen braucht man dieses Argument nicht vorschieben. Das ist sehr schwach.

    VG
    Alrico

  52. Michael Masberg

    >Madas Rückkehr ohne Plan und an der Redax vorbei: Richter/Masberg.

    Ich bin kurz eingeschlafen – war was?

  53. Xyxyx

    Ich find’s hier lustig. Masi hat es tatsächlich geschafft das Levran-forum wieder zu beleben.

    Und vor allem wenn Leuten hier Dinge in den Mund gelegt werden, die sie gar nciht gesagt haben. Ich glaube weder Uwe och Michael ahben sich dezidiert gegen Psychologie ausgeprochen, nur die völlig verhunzte Galotta-Biographie, bei der eine interessante Figur zum weinerlichen Stümper gemacht wurde, ist ebenso ein Ding wie die von “tragischer Vergangenheit” und “schlchter Kindheit” beherrschte Riege der Paktierer. Ich glaube das wird kritisiert.

    Und auch NSCs kann man – mit verünftiger Agenda und Hintergrund – knapp nutzbar beschreiben /Orkengold hat das sehr gut hungekriegt) oder unnötig aufblähen, ohne dass die Figur für den Spieltisch wirklich greifbar wird (vieles aus den veröffentlichten Von Rang und Namen-Dokumenten)

    Und der sich gegen Michael und vor allem Daniel entladende Hass ist ja auch sehr bermerkenswert. Aber mal die “Vorwürfe” zu klären:

    Almada und Selindians Hochzeit: Geht zurück auf Ereignisse im Jahr des Feuers. Verantwortlich für diese Kmpagne Weste, Falkenhagen, Wachholz. Richter und Masberg haben da mit dem Mondenkaiser eine recht gut Lösung mit möglichst vielen Freiheiten für den gnazen Plot gefunden. Ich finde das Abenteuer zwar auch nciht perfek, aber es ist mehr als ordentlich

    Madas Rückkehr: Ist eine logische Folge des ganzen Mada-Gedöns (Simyala) und der in WdZ und WdG sowie zuvor getroffenen Setzungen. Und wo, wenn nciht hier, passt sie denn hin?

    Bilstein-Porn: Hat eigentlich in allen Fragen bisher verfahrene und rein vom briefspiel dominierte Settings, die für “normale Runden” ohne Konflikt nicht erreichbar waren, wieder spielbar gemacht. Mir war’s auch was viel briefspiel und Kompromiss, aber das war auch eher eine Lösung aus einer unspielbaren Situation heraus.

    Draconiter-Gedöns: Das ganze “Gedöns” – und viel war es beileibe nicht – hat den gesamten orden spielbarer gemacht, flexibeler einsetzbar und ihm eben seinen “Porn-Charakter” genommen. Dazuhaben Richter/masberg zwar etwas übertrieben rumgepornt, aber das war nichts im vergleich zum Thorwal-Porn oder Hohen-Norden-Porn, den ausgeschiedenen Autoren betrieben haben.

    “Im Bann des Nordlichts”? Ich habe ja die seit Beginn der Arbeit an den RSHs vorgesehene Planung den Hohen Norden in eine eigene 200-Seiten SH zu packen für falsch gehalten, sondern den hätte man aufgeteilt in Bornland und Schattenlande auch unterbringen können – so spannend und groß ist das Setting halt nicht. Aber die dort skizzierte Entwicklung des Metaplots, sowohl wie es dahin gekommen ist – ohne Spielerbeteiligung – als auch das klischeehafte Ergebnis des Rückgangs der offenen Heptachie und des Wirkens im Veborgenen (+ völlig offensichtliche Klischee-Märchenanleihen) – samt der darin enthaltenden Parallele zu den bisherigen Plots in Aranien, Almada, Greifenfurt – geht noch auf Wachholz und Co. mit ihrer Boten-Entwicklug zurück. Da hebn mit zwei Szenarien übrigens nur Masberg/Richter überhaupt für etwas Speilbarkeit und bespielbaren Hintergrund gesorgt.

    Dass die Designer’s Notes intern für Autoren udn Redakteure – als Metplot-Planung – vorgesehen waren dürfte auch bekannt sein.

    Also. ich finde beileibe nciht alles was MM und DSR machen toll und der Blogeintrag hier ist schon etwas sehr arg Hammer und Pauke, aber mir sind Autoren die mir SPielmaterial liefern lieber, als solche, die mir nur Geschichten erzählen. Da können sich Michael und Daniel auch noch mehr zurücknehmen, aber der Weg ist mir schon viel lieber.

  54. Uwe Mechenbier

    @Bernhard

    Bin nicht irgendein Richter was Fantasy angeht. Aber zwischen meheren Seiten DSA Personenbeschreibung , einer dreibändigen DSA-Romanreihe und nem Absatz zu DSA-NSCen besteht meines Erachtens nach ein gewaltiger Unterschied!

    Auf das andere mag ich nicht eingehen- da wirds mir zu persönlich (du als wohl Verwandter einer genannten Ex-Autorin argumentierst mir hier zu hart!).

    Ich bin auch kein Fan stupider Stereotypien- keinesfalls. Aber festgelegte Charakterentwicklungen “mit deutlichem Fahrplan” auf 5 +/- W6 Jahre sind eben für mich nicht der DSA-Weisheit letzter Schluss.
    Es erbringt mir nicht den Spielsinn für meine Runde.

    @Alrico

    Und nein- nein! Ich will nicht “nur Klischees”, aber ich sage auch dass es “auch Klischees” geben kann, darf und soll. Nicht mehr und weniger.
    Galotta bspw. ist ein rachsüchtiger böser Schwarzmagier, der nicht erst durch Nahema “geböst” wurde sondern es vorher bereits in Anklängen war. Hofmagier hin-oder her.

    Natürlich sind Persönlichkeitsprofile sinnig, aber 3 Seiten pro auf Jahre festgelegtem NSC (nicht jeder- aber viele- und diese viele stehen in direktem Handlungskonzept zueinander!!) sind mir zu viel. Was passiert wenn ich als aussenstehender Autor ne bessere Idee zu bspw. Arngrimm von Ehrenstein hätte und diese NACH VRuN eingesandt hätte- was dann? Abgelehnt mit Verweis auf VRuN? “Nee geht nicht- ist bereits fest geplottet!”- oder wie?

    @Scheinbare Connections:

    Och bitte- das sind ja jetzt mal wieder die ganz tollen Theorien……darf ich jetzt auch nicht mehr schreiben, weil ich beim “Mondenkaiser” was beigetragen habe?
    Auf den Bildern vom RatCon 2005 habe ich übrigens auch ein Wolkenturm-Shirt an und rede mit Tyll und Katharina…..heisst das ich kann jetzt nix mehr bewerten?
    Ich habe Fronten gewechselt, oder wie?

    mfg

    UM

  55. Greifenhaupt

    Greifenhaupt

    Es wird immer beschämender, wie sich Herr Masberg auf eine “Ätsch, ihr könnt mir gar nix” Position zurückzieht, wo ein umfassender Rückzieher die einzige Option gewesen wäre. Das ist einfach nur bedauernswert. Wer sich so viel geäußerte Kritik nicht zu Herzen nimmt, der ist vermutlich auch noch für andere Sachen unempfänglich.

    Die Sache mit Richter/Masberg verdient, dass man sie nicht nur im Gedächtnis behölt, sondern auch noch einmal umfassend abklopft.

    Grundsätzlich kann man sagen, ist der Schaden für Ulisses insgesamt enorm. Nie hatte ich in den letzten 15 Jahren auch nur den Hauch des Gefühls, das sich jetzt aufdrängt: Dass es sich bei der DSA Redaktion um eine zerstrittene, sich bekriegende Gruppe von Selbstdarstellern handelt. Wie soll man die (noch) Beteiligten denn überhaupt noch ernst nehmen?

    Schöne Grüße,

    Greifenhaupt

  56. rillenmanni

    Hallo Masi,

    wieso hast Du diesen Beitrag nur geschrieben? Ich halte das für einen schlechten Stil. Wenn Du ein Problem mit Tyll und Katharina (und Mark – aber der gehört nicht zum Wolkenturm) hast und Gehässigkeit und Geltungssucht vermutetest, weshalb hast Du sie dann nicht direkt kontaktiert? In diesem Fall hättest Du bzgl der Motivation der beiden auch Klarheit schaffen können. Seit ich Deinen Beitrag gestern Nacht entdeckt hatte, habe ich überlegt, ob ich Dir diese Zeilen nicht besser persönlich schreiben soll. Aber als Freund von Tyll und Katharina – und das beinhaltet, dass *ich* mit den beiden auch rede – möchte ich für sie angesichts Deiner harschen Attacken auch öffentlich eine Lanze brechen. Für mich als demjenigen, der einst von Tyll gebeten wurde, Maraskan zu beschreiben, sind die Wolkenturm-Veröffentlichungen kein Schlag ins Gesicht. Die beiden würden niemals bewusst Projekte torpedieren, an denen ich beteiligt bin, und schon gar nicht, ohne das vorab mit mir geklärt zu haben. Tyll und Katharina haben weder gehässig, noch geltungssüchtig gehandelt, noch liegt hier im Hinblick auf Schattenlande ein taktisches Manöver vor.
    Wenn überhaupt jemand integer ist, dann sind es Tyll und Katharina. Wenn daran doch Zweifel bestehen, dann kann man das mit den (oder auch ohne die) Beteiligten in privatim diskutieren, ohne hier Futter für die Massen zu liefern.

    rillenmanni/magnus

    PS: Bernhard, auch wenn ich Masi hier widersprochen habe, so versteigerst Du Dich doch gehörig. Es ist überhaupt nicht hilfreich, mit dem Vorschlaghammer an den OP-Tisch zu treten.

  57. Bernhard

    @ Michael:

    > Ich behaupte schlicht und ergreifend, in der Sache einen tieferen Einblick zu haben,
    > und stelle die These auf, dass du falsch liegst.

    Ich würde Dir das vielleicht glauben, wenn Du Dich nicht ständig nur auf Deine eigenen “Vermutungen” und extrem verbogenen Auslegungen der Metaplot-Planungen Deiner gehassten Gegner berufen würdest.

    Hast Du denn EINMAL vor Deinen aktuellen Auswürfen mit Tyll, Katharina oder Mark gesprochen und sie gefragt, was ihre Motive waren, was sie womit bezweckt haben oder eventuell gerade bezwecken?

    Überall in Deiner zusammenfabulierten Argumentation vermisse ich wenn schon ein “Tyll hat tatsächlich bewusst die Sachen gerade jetzt veröffentlicht” oder “Tyll hat uns noch vor wenigen Wochen signalisiert, alles sei gut, und dann veröffentlicht er einfach diese Dinger”. Oder “Mit Mark habe ich damals lange über das Metaplot-Konzept diskutiert, aber er wollte meine Argumente einfach nicht hören.”???

    In anderen Stellen in Foren liest man nämlich eher Infos von der Quelle, dass Ulisses nie bei den Autoren der Meisterfiguren angefragt hätte, oder dass Du bei Albernia, Orkengold oder Walbirg gut mit z.B. Mark und den konzeptuellen Vorgaben und Freiräumen klarkamst und Dich gerade bei diesen Themen immer als Autor gemeldet hast. Stimmt das etwa nicht?

    Zum Porn: Nur, weil irgendwelche Falkenhagens oder Oron-Erfinder uns mit ihrem Porn (bei Oron ja nun auch noch tatsächlich) genervt haben, ist das keine Begründung, es auch zu tun. Es geht hier um die Qualität von Details und den planvollen Umgang damit. Du willst sowas nicht, okay. Habe ich verstanden. Mag für andere toll sein, für mich ist das eine Bankrotterklärung.

    Zu Mada:
    > Ich weiche einer Erklärung hier nicht aus, sondern kann sie nicht geben, weil ich ein
    > “Der und der hat aber damals gesagt, dass …” für nicht ausreichend halte.

    Du wurdest schon mehrmals ganz klar gefragt, und hast noch nie eine Antwort gegeben: Wurde die Entscheidung, Mada zurückkehren zu lassen, mit der gesamten Kernredaktion und der DSA-Redaktion im Vorfeld besprochen oder wurden sie im Unklaren gelassen?

    > Ich bin kurz eingeschlafen – war was?

    Wie herablassend kann man sich noch gebährden?

    @Uwe:
    > (du als wohl Verwandter einer genannten Ex-Autorin argumentierst mir hier zu hart!).

    Äh??? Verwandter???

  58. Bernhard

    @Rillenmanni: DANKE!

    Ich bin einfach so erbost über die Selbstgefälligkeit Michaels, aber als Außenstehender kann ich allein meinen subjektiven Eindrücken Ausdruck verleihen. Hätte ich ein Posting wie Deines vorher gelesen, hätte ich mich nicht allein gefühlt und auch auf meinen harschen Ton verzichtet.

    Dein Statement ist tausend mal mehr wert als meine emotionale Aufgebrachtheit, weshalb ich jetzt nur noch einen Kommentar geben muss:

    Danke, Rillenmanni, Du sprichst mir aus der Seele.

  59. Gedanken.Gut » Blog Archive » Warum »Von Rang und Namen« das Gegenteil dessen gewesen wäre, was DSA spielbarer machen würde

    [...] Mein Beitrag von Vorgestern hat für einigen Tumult gesorgt. Bei denjenigen, die sich durch den polemischen Stil in Persönlichkeit oder Geschmack verletzt gefühlt haben, möchte ich mich entschuldigen und gleichermaßen bedanken – für die lebendige Diskussion, die entstanden ist. [...]

  60. FRAZ

    Worum geht die Diskussion eigentlich mittlerweile? Möchte hier wirklich jemand eine Entscheidung erzwingen, wer der bessere Autor, Mensch oder Verlierer ist: Michael Masberg oder Mark Wachholz? Wohl kaum. Wenn einer der Beiden meint, er hätte einen Längenvergleich notwendig, sollte er das mit dem anderen persönlich ausmachen.

    @ Michael Masberg: Mir ist schon aufgefallen, dass Du im Eröffnungsartikel erstmal tüchtig auf die Kacke gehauen hast und nach den ersten Resonanzen kräftig zurück gerudert bist. (Ich kenne die Mada Affäre nicht, aber da hältst du es offenbar genauso ;) ). Aber macht eine nachträgliche Rechtfertigung die ersten Ausbrüche besser? Wenn Du bereit bist, Dich bei Herrn Wachholz für die persönlichen Beleidigungen zu entschuldigen, kannst Du Deinen Ruf in meinen Augen retten. Solange Du Dich aber drehst und wendest, um Dich gegen Kritiker zu wehren, reitet Dich das nur immer tiefer rein.

    Oder um es bildlich auszudrücken: Wenn Du „Versager“ sagst, glaubt dir hinterher keiner mehr, dass Du „suboptimal“ gemeint hast.

    Falsch finde ich nicht, dass Du Mark Wachholz nicht magst oder Dir sein Stil nicht gefällt. Das kannst jeder halten, wie er will. Falsch finde ich, dass Du mit Dreck geworfen hast und nun versuchst diesen Fauxpas zu übertünchen, indem Du das Ganze breit trittst. Das ist kein erwachsenes Verhalten, und professionell schon gar nicht.

    Zu Deiner Replik von 9:12 Uhr: Ich bin in Copyright nicht so bewandert. Daher bitte ich Dich, mich zu korrigieren, wenn ich falsch liege: Wenn ein Verlag eine Idee eines Autors veröffentlicht, müssen Sie über das Einverständnis des Autors verfügen und ihm im Gegenzug eine angemessenes Honorar zugestehen. In der Regel erfolgt das über einen Vertrag zwischen Autor und Verlag.
    Im vorliegenden Fall besteht keine vertragliche Beziehung mehr zwischen den Parteien. Das bedeutet, dass Ulisses, als fairer Marktpartner, die Konzepte der Wolkenturmer schon aus moralischen Gründen nicht veröffentlichen würde, ohne Sie als Urheber zu benennen und auszubezahlen, oder? Da inzwischen alle Texte zur geplanten RSH vorliegen sollten, und den Wolkenturmern wahrscheinliche keine Offerte zur Nutzung ihrer Ideen unterbreitet wurde, können diese davon ausgehen, dass ihre Konzepte nicht berücksichtigt werden. Irre ich mich da?

    Zur Auswahl der NSCs: Ich habe mich offenbar missverständlich ausgedrückt. Ich bitte das zu entschuldigen.
    Die Wolkenturmer haben wahrscheinlich noch weitere zwei Dutzend Konzepte zu ihrer geplanten SH von „Rang und Namen“ in der Schublade. Aktuell haben sie nur die Persönlichkeiten publiziert, bei denen sie durch die anstehende RSH wissen (siehe oben), dass IHRE Konzepte dazu gescheitert sind.

    Natürlich werden die meisten ihrer ausgewählten Figuren noch Bestandteil der lebendigen Aventurien sein. Aber bei den übrigen NSCs besteht vielleicht noch Hoffnung, dass die Wolkenturm Konzepte bei künftigen Publikationen doch noch zu Geld werden. Und das ist es doch worum es geht.

    Womit ich den Kreis schließen möchte: Ob es eine taktische Entscheidung war, ihre Konzepte JETZT zu veröffentlichen? Wahrscheinlich. Ist es deshalb böse? NEIN.
    Du magst es unfair finden, dass Schattenlande dadurch unter Druck gerät (was ich übrigens nicht so sehe; dafür finde ich die Wolkenturmer Konzepte nicht gut genug), aber DAS IST BUSINESS. Du bist als Autor momentan erfolgreich. Gönne deine Konkurrenten doch ihr Streben nach Glück. Lächle, wenn Du es belustigend findest. Fluche, wenn Du Dich darüber ärgerst. Nicke gönnerhaft, wenn Dir positive Aspekte auffallen und Du Respekt vor deinen Mitmenschen hast. Das ist alles legitim und völlig Dir überlassen. Aber lass Dich bitte nicht zu öffentlichen Beleidigungen hinreißen. Da kannst Du doch drüber stehen, oder?

  61. Marakain

    @Bernhard

    Hörst du zufällig auf einen Nachnamen der mit S anfängt und warst bis vor einigen Monaten im Briefspiel im Horasreich aktiv?
    Falls ja wundert mich gar nichts mehr….

    > Die Novadi-Hochzeit von Selindian – eine Schnappsidee von Richter/Masberg.
    >
    > Madas Rückkehr ohne Plan und an der Redax vorbei: Richter/Masberg.
    >
    > Der ganze Briefpsiel-Porn von den Bilsteins und einer furchtbaren Mittelreich-Präsentation im
    > Aventurischen Boten: Richter/Masberg.
    >
    > Draconiter-Gedöns, das nur Eingeweihten was sagt: Richter/Masberg.
    >
    > “Im Bann des Nordlichts” und die Einstampfung von Marks jahrelang vorbereiteten
    > Entwicklung: Richter (diesmal mal ohne Masberg).

    Einfach nur lächerlich

    > Wo hört meine Liste auf?

    Fukushima, Anschlag auf´s WTC, Weltkriege… wahrscheinlich hört deine Liste frühestens bei der Kreuzigung auf.

  62. Vibarts Voice

    Sehr geehrter Herr Masberg,

    ihre Entschuldigung verdient Respekt, kommt zu spät und war dringend nötig. Dies resultiert weniger aus Ihrer berechtigten Meinung zu den Wolkenturm-Publikationen, sondern aus dem nachhaltig beschädigendem Stil Ihrer Oster- Glosse. Letztendlich ist damit der Leidtragende aus dieser neu aufgerührten Schlammschlacht zunächst der, der sie aufgerührt hat (M. Masberg) und direkt in zweiter Schlachtreihe Ulisses, das – obwohl vermutlich an jenem unglücklichen Bloggbeitrag gänzlich unbeteiligt – einmal mehr als völlig unprofessionelles Unternehmen erscheint. Die wahre Soap scheint sich nicht in Aventuriens Meta-plöttereien zu finden, sondern in den Reihen der aktiven und ausgeschiedenen Macher. Alles in allem hat mich Ihr Beitrag und die daraus resultierende Diskussion recht traurig gstimmt. Es bleibt das grundgefühl, dass DSA das alles nicht verdient haben kann.

    Mit leicht betrübten Grüßen

    VV

  63. Vibarts Voice

    Edit: um Missverständnissen vorzubeugen: Ihre Meinung ist an sich als Meinung, die ich nicht teile, berechtigt, man darf Dinge nicht gut finden. Ich hingegen fand das Material, entgegen dem Anschein meines obigen Kommentars, nicht schlecht.

  64. Stip

    “Immerhin bleibt das inoffizielle Material als biographische Recherche sinnvoll und wird sicherlich bald im Wiki eingearbeitet.”

    Wie kommst du denn darauf? Natürlich wird das inoffizielle Material nicht im Wiki eingearbeitet. Artikel sollen nur aus offiziellem Material zusammengebaut werden.

    Möglich wäre, als inoffiziell gekennzeichnete Artikel zu erstellen, in die man das Material aufnimmt. Das scheitert jedoch schon am Urheberrecht.

  65. Kreggen (Michael Wuttke)

    So, jetzt hab ich mich auch mal durch den Thread geackert. Zustimmung zu MMs Thesen, wenn ich auch den sarkastischen Unterton manchmal etwas zu sarkastisch finde. Aber jedem Tierchen sein Pläsierchen :-) … Fakt ist, dass ich mich gefreut habe, als es hieß, dass VRuN nicht veröffentlicht wird, und wenn ich mir die Beiträge aus Tylls/Katharinas Schatzkiste ansehe, weiß ich auch, warum ich mich gefreut habe. Dieses Metaplot-Gehopse kann einer – wie es heute so neudeutsch heißt – Casual-Spielrunde sowas von den Spaß nehmen, das könnt ihr euch fast nicht vorstellen. Es will schon was heißen, wenn in meiner Runde, besetzt von langjährigen DSA-Spielern und-Fans, jede (!) Kampagne, egal welcher Art (JdF, 7G mit Nebenlinien, Phileasson zB) nach kurzer Zeit gekappt wurden, weil die Metaplot-Anbindung der Geschichten viel zu stark das eigentliche Spiel beeinträchtigt hat. Wenn es nach uns ginge, könnte der Metaplot komplett in den Gulli geworfen werden.

    Das Problem, dass DSA, seit ich es spiele, immer hatte, war jenes, es allen Sorten von Spielern Recht machen zu wollen: den Briefspielern, den Metaplot-Liebhabern, den Gelegenheitsspielern, den alten Hasen, den Newbies, den episch Spielenden und den Dark-Fantasy-Freunden … anstatt sich auf ein-zwei Interessengruppen zu konzentrieren. Und diese Suppe, die Schmidt/FanPro/Ulisses da angerührt hat, musste irgendwann dazu führen, dass sich die Fans/Spieler in mehrere Lager spalten. Mein Senf …

  66. Stip

    @Kreggen:

    Offizielle Produkte sind nicht verpflichtend, jeder darf sich aus dem Angebot auswählen, was ihm gefällt, anderes umändern oder weglassen. In diesem konkreten Fall: Wer keinen Metaplot haben will, ignoriert ihn einfach.

Hinterlasse eine Antwort

Proudly powered by WordPress. Theme developed with WordPress Theme Generator.
Copyright © 2008-2010 Gedanken.Gut. All rights reserved.