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Notizbuch der Todesgötter

Juli 18th, 2008

Vielleicht wird es Zeit, dass das Theater wieder anfängt. Denn offensichtlich habe ich viel Zeit, mich mit Fernsehserien zu beschäftigen.

Nach Dead Like Me habe nun noch eine Serie für mich entdeckt. Sie nennt sich Death Note und stammt dieses Mal nicht aus Amerika, sondern aus Japan. Nein, es geht nicht um kleine Manga-Mädchen in Schuluniformen mit abnorm großen Brüsten. Die sehr intelligente Serie handelt von dem im Totenreich äußerst gelangweilten Todesgott Ryuk, der aus einer Laune heraus ein schwarzes Notizbuch, das Death Note, auf die Erde wirft. Wird darin der Name einer Person eingetragen, deren Gesicht man sich dabei vorstellt, stirbt innerhalb von 40 Sekunden an einem Herzinfakt – es sei denn, es wird eine andere Todesart notiert.

Das Buch findet der hochintelligente Schüler Light Yagami, der von der Welt an sich enttäuscht ist. In der Death Note sieht er die Möglichkeit, eine perfekte Welt nach seinen Vorstellungen zu schaffen – mit ihm als Gott. Begleitet von Ryuk, den nur er sehen kann, schreitet er zur Tat.

Die unnatürliche hohe Anzahl an mysteriösen Todesfällen ruft natürlich die Polizei auf den Plan und der geheimnisvolle L betritt die Bühne der Geschehnisse. Aus dem Verborgenen heraus versucht er, den Mörder zu enttarnen, während Light alles daran setzt, hinter die Identität von L zu kommen, um mit seinem Gesicht vor Augen den Namen in die Death Note einzutragen.

Die ersten drei Folgen habe ich mir heute gegönnt. Neben den tollen Zeichnungen gefällt vor allem die intelligente Story: Sei es, wie Ryuk seinen Todesboten immer mehr für sich einspannt oder wie die Kontrahenten sich gegenseitig auf die Spur zu kommen versuchen. Die Züge, die sie in ihrem Spiel unternehmen, sind überraschend, aber dabei nachvollziehbar und wirken nicht konstruiert.

Eine ganz klare Empfehlung für gehobene Zeichentrickunterhaltung.

3 Einträge to “Notizbuch der Todesgötter”

  1. Christian

    Ich weiß jetzt nicht genau, was zuerst da war, aber beim letztjährigen Fantasy Filmfest liefen zwei japanische Realverfilmungen, beide sehr großartig und sehr empfehlenswert.

  2. admin

    Tatsächlich gab es zuerst die Serie, dann die Realverfilmungen. Die wollte ich mir letztes Jahr eigentlich auch angesehen haben, aber ich müsste leider proben. :-/

  3. Adrian

    Leider wird die Serie ab der Hälfte viel schlechter.. sobald es einen Bruch bei den Protagonisten gibt.

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